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29. Juli 2009, 00:00
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Map-Report: Versicherer sehr solvent

Die Solvabilität der deutschen Versicherer ist mehr als doppelt so hoch wie vorgeschrieben. Während die Assekuranzen über 86,2 Milliarden Euro an Eigenmitteln verfügen, verlangt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht lediglich rund 39,6 Milliarden Euro. So kann die Branche 218 Prozent der geforderten Summe vorweisen. Das haben Hochrechnungen des Analysehauses Map-Report, Artlenburg, ergeben.

Kranken und S/U legen zu, Leben verliert

Während Kranken- sowie Schadens- und Unfallversicherer im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnten, haben die Lebensversicherer in der Finanzkrise einige Kratzer abbekommen, so die Untersuchung. Von den privaten Krankenversicherern werden Solvabilitätsmittel in Höhe von gut 1,7 Milliarden Euro gefordert, zu bieten haben sie 3,6 Milliarden Euro ? das sind 150 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und 212 Prozent der geforderten Summe.

Auch die S/U-Versicherer konnten ihr Polster ausbauen ? um 648 Millionen auf rund 27,1 Milliarden Euro. Gefordert seien rund 9,5 Milliarden Euro, so dass sich eine Solvabilitätsquote von 285 Prozent ergebe. Die Lebensversicherer haben gelitten ? sie verbrannten in der Krise 3,6 Miliarden Euro Sicherheitsmittel, so dass ihre Solvabilität von 59,2 auf 55,6 Milliarden Euro zurückgegangen ist. Die Quote sank von 213,3 auf 195,7 Prozent ? liegt also noch immer fast beim Doppelten der geforderten Größe.

Allianz: Am meisten Mittel trotz größtem Rückgang

Die höchste Solvabilität aller 115 teilnehmenden Unternehmen weist die Allianz Lebenmit 11,29 Milliarden Euro auf. Das sind 1,3 Milliarden Euro oder zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch liegt die Quote mit 233 Prozent über dem Marktschnitt von 196 Prozent. Dahinter kommen die beiden Lebensversicherer der R+V mit gut 3,4 Milliarden Euro, die mit der solvabilitätsstarken Volksfürsorge verschmolzene Generali mit 3,2 Milliarden Euro und der Lebensversicherer der Hamburg-Mannheimer mit 2,6 Milliarden Euro, so der Map-Report.

Neben der Allianz hat auch die Generali Solvabilität abgebaut ? rund 415 Millionen Euro. Es folgen die Provinzial Nordwest (minus 204 Millionen Euro Eigenmittel) und die Hamburg-Mannheimer (minus 198 Millionen).

Debeka erhöht Solvabilität am stärksten

Trotz der Finanzkrise haben viele Gesellschaften ihre Solvabilitätsmittel laut Bericht sogar aufgestockt. An der Spitze liegt die Debeka Leben mit einem Zuwachs der Eigenmittel um 169 Millionen Euro auf 1,68 Milliarden Euro. Dahinter: Die Alte Leipziger mit einem Plus von 77 Millionen Euro auf 1,26 Milliarden Euro. Es folgen die Schadensversicherer Huk-Coburg (plus 76 Millionen auf 2,52 Milliarden Euro) und LVM (plus 70 Millionen auf 1,26 Milliarden Euro).

Insgesamt haben 115 Versicherer an der Untersuchung teilgenommen. Die 55 Lebensversicherer erzielen laut Map-Report einen Marktanteil von 80,8 Prozent, die 18 Krankenversicherer von 60,8 Prozent und die 42 Schadenversicherer von 51,2 Prozent. (mo)

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