Quantum Leben fühlt sich von Aufsicht überrumpelt

Der liechtensteinische Versicherer Quantum Leben hat jetzt auf die Verfügung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) reagiert und spricht von einer „überraschenden Maßnahme“. Am Montag wurde das Unternehmen von der Aufsichtsbehörde zur Einstellung seines Neugeschäfts verdonnert.

erstaunt überrascht verblüfftGrund für das Einschreiten der FMA waren bestehende Unklarheiten bezüglich der Einhaltung gesetzlicher Kapitalvorschriften durch Quantum Leben.

Der Versicherer fühlt sich von der Maßnahme „überrascht“. Man sei in keiner Weise darauf vorbereitet noch vorgewarnt gewesen, teilt das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme an die Geschäftspartner mit. Quantum Leben habe „keinerlei Liquiditätsprobleme“, die Solvabilitätsquote liege bei 128 Prozent und sei zuletzt Ende März von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ermittelt worden. Das Eigenkapital betrage  derzeit 18,3 Millionen Schweizer Franken.

Die Solvabilität misst die Fähigkeit eines Versicherers, seinen Verpflichtungen dauerhaft nachkommen zu können. Je höher die Quote, desto mehr Risiken darf der Versicherer gemäß den europäischen Anlagevorschriften eingehen. Bei einer Quote von 100 Prozent deckt das gesamte Eigenkapital alle möglichen Forderungen.

Der Versicherer teilt zudem mit, dass das Bestandsgeschäft wie bisher weiter laufe und bestehende Kundenverträge von der Maßnahme der FMA nicht betroffen seien. „Leistungsversprechen und Versicherungsschutz bestehen in vollem Umfang“, betont Quantum Leben. Die Courtage- und  Provisionszahlungen an die Geschäftspartner erfolgen ebenfalls unverändert.

Das Unternehmen rechnet damit, dass die Prüfung der FMA ungefähr drei Wochen dauern wird und danach Neugeschäft wieder angenommen werden kann. (ks)

Foto: Shutterstock

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