Anzeige
31. Oktober 2013, 08:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zielgruppe Selbstständige: Renaissance der Rürup-Rente

“Totgesagte leben länger” – so könnte man derzeit die Entwicklungs-möglichkeiten und damit auch die Chancen in der Beratung für die Basis- oder Rürup-Rente charakterisieren.

Gastbeitrag von Dirk Kober, BCA

Selbstständige

“Die Basis-Rente wird verglichen mit anderen Anlagen immer wettbewerbsfähiger.”

Gleich aus drei Richtungen füllt frischer Wind die Segel dieses Vehikels der ersten Altersvorsorgeschicht nach der viel beschworenen Absatzflaute: die besonderen Vorsorgemerkmale der Rürup-Hauptzielgruppe „Selbstständige“, die aktuelle und wohl noch länger anhaltende Finanzmarktsituation und nicht zuletzt der Gesetzgeber liefern derzeit gute Argumente für den Abschluss dieser Vorsorgeform. Wobei alles ineinander spielt.

Selbstständige attraktive Zielgruppe

Als die Basis-Rente im Jahr 2005 aus der Taufe gehoben wurde, stand speziell die Zielgruppe der Selbstständigen im Fokus der Initiatoren beziehungsweise des Gesetzgebers. Die Basis-Rente wurde als günstige, weil staatlich geförderte Alternative für Personen konzipiert, die – wie eben viele Selbstständige – gerade in der Ansparphase überdurchschnittlich ein höheres Einkommen, keinen Zugang zu Riester-Verträgen und zu einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) haben oder in ein Versorgungswerk einzahlen müssen.

Die Förderung erfolgt für diese Konstellation, anders als bei Riester auch durch Zuschüsse, ausschließlich über steuerliche Vorteile. Damit wird auch der zunehmenden Veränderung in den Arbeitsbiografien – mal völlig selbstständig, mal dazuverdienend, mal wieder angestellt – und anderen Wechselfällen des Lebens Rechnung getragen.

Selbstständigkeit Risikofaktor für Altersarmut

Hinzu kam spätestens ab 2008 bereits eine erste Implikation aus der Finanzmarkt- und strukturell auch Wirtschaftskrise: Selbstständigkeit geriet nun auch als möglicher Risikofaktor für Altersarmut – insbesondere von Solo- Selbstständigen ohne Angestellte – ins Blickfeld der Verantwortlichen. Wie ist dies heute zu bewerten?

Selbstständige
Nach einer der aktuellsten Datenquellen vom 16. November 2011 (Beschluss des DIHK-Vorstands “Altersvorsorge von Selbstständigen in Deutschland – Die Weichen richtig stellen”) ist die tatsächliche Altersvorsorgesituation Selbstständiger “derzeit weitgehend unklar.

Nach Schätzungen des DIHK gibt es ca. 3,7 Millionen hauptberufliche Selbstständige. Rund 1,9 Millionen von ihnen sind grundsätzlich obligatorisch für das Alter abgesichert, sei es über die Gesetzliche Rentenversicherung, in die einige bestimmte Gruppen von Selbstständigen, zum Beispiel Künstler, einbezogen sind, oder etwa in den Versorgungswerken der Freiberufler.

Danach dürften ca. 1,8 Millionen Selbstständige – allenfalls also die Hälfte aller Selbstständigen – keinem obligatorischen Altersvorsorgesystem angehören. Die Zahl der Soloselbstständigen, als Teilgruppe aller Selbstständigen, wird auf insgesamt 2,4 Millionen geschätzt, wobei offen ist, wie hoch der Anteil der nebenberuflich Tätigen ist.

Seite zwei: Selbstständige hoch attraktive Zielgruppe für die Basis-Rente

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Für Selbständige ist die private Basisrente als nahezu alternativlos. Selbst unter Berücksichtigung der nachgelagerten Besteuerung überwiegen doch bei weitem die Vorteile durch die Einkommensteuerersparnis in der Ansparphase

    Kommentar von Carsten Ludolph — 16. April 2014 @ 16:49

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

HDI bringt Privat-Haftpflichtversicherung mit modernem Deckungskonzept

Die HDI Versicherung AG geht mit einer neuen Privat-Haftpflichtversicherung im Drei-Linien-Modell an den Start. Neben zahlreichen neuen Deckungserweiterungen gehören die private Nutzung von Hobby-Drohnen und Leistungen rund um Auto und Mobilität zum Leistungsumfang. Ein erweiterter Versicherungsschutz für Angehörige ergänzt das neue Tarifkonzept.

mehr ...

Immobilien

Smart Home: Vier Tipps für Bauherren

Heutzutage bestehen Neubauten nicht mehr nur aus Holz oder Beton. Immer mehr Technik zieht von Anfang an mit ein. Trotzdem ist das Thema Smart Home noch für viele unübersichtlich. Worauf Bauherren achten sollten, erklärt der Fertighausanbieter Okal.

mehr ...

Investmentfonds

Das sind die Risiken für Anleger in 2019

Der Asset Manager QC Partners hat eine Liste mit sieben (un)möglichen Risiken für die Finanzmärkte 2019 zusammengestellt. Treffen diese Szenarien ein, so könnten sie zu erheblichen Verwerfungen führen. Die Liste benennt Risiken, die leicht übersehen werden oder sich außerhalb des Radars üblicher Jahresprognosen bewegen. Die Thesen sind nach Einfluss auf die Weltwirtschaft (und Relevanz für die Investoren) priorisiert.

mehr ...

Berater

Scholz will Kündigungsschutz für Top-Banker lockern

Die Bundesregierung treibt vor dem Hintergrund des Brexit die geplante Lockerung des Kündigungsschutzes für Top-Banker voran. Das Finanzministerium legte dazu einen Entwurf vor, der nun in der Ressortabstimmung ist. Das sagte eine Sprecherin von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin. Zuerst hatte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” darüber berichtet.

mehr ...

Sachwertanlagen

DFV Deutsche Fondsvermögen kauft drei weitere Hotels

Die zur Hamburger Immac-Gruppe gehörende DFV Deutsche Fondvermögen GmbH hat an den Standorten Friedrichroda, Wiesbaden/Niedernhausen und Hannover drei Hotelimmobilien der europaweit aktiven Hotelgruppe H-Hotels erworben.

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...