Anzeige
Anzeige
2. Oktober 2014, 16:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

R+V verzichtet auf “Pay-as-you-drive”-Tarife

Die R+V Versicherung will vorerst keine telematikbasierten Tarife in der Kfz-Versicherung anbieten. Die Technik sei nicht ausgereift genug, erklärt der Versicherer, um anhand des Fahrverhaltens eines Kunden dessen Prämie zu kalkulieren. Zudem gebe es eine “zu geringe Kundenakzeptanz”.

Pay-as-you-drive-Tarife: R+V verzichtet

“Mit der vorliegenden Technik ist eine passgenaue Risikobemessung nicht möglich”, teilt die R+V mit.

Die Entscheidung, auf Telematik-Tarife zu verzichten, traf die R+V auf Basis von Datenauswertungen und einer Kundenbefragung. “Die Systeme haben eindeutig Grenzen. Darüber hinaus fehlen die Bewertungsgrundlagen und Schadenerfahrungen, um die Daten sinnvoll auszuwerten”, fasst R+V-Projektleiter Marc-Oliver Matthias zusammen.

Im Rahmen einer zwölf monatigen Pilotphase hatte der Wiesbadener Versicherer 1.500 PKW kostenlos mit einer Telematik-Box ausgestattet, die das Fahrverhalten der Nutzer aufzeichneten. So wurde unter anderem starkes Bremsen und hohe Beschleunigungen erfasst. Das Fazit der R+V lautet: Die erhobenen Daten reichen für eine individuelle Tarifkalkulation nicht aus.

Telematik stößt an Grenzen

Beispielsweise konnte der Versicherer nicht zweifelsfrei klären, ob ein Fahrer tatsächlich besonders risikoreich fährt, wenn er kräftig auf die Bremse steigt. “Kommt der Wagen auf trockener Straße nach wenigen Metern zum Stehen, ist dies sicher weniger riskant als eine Vollbremsung bei Regen”, erläutern die Experten. Das Manöver bei Regen würde das System aber aufgrund des langen Bremsweges gar nicht als Vollbremsung werten.

R+V-Experte Matthias sieht daher noch Handlungsbedarf: “Mit der vorliegenden Technik ist eine passgenaue Risikobemessung nicht möglich”. In den bisher angebotenen “Pay as you drive”-Tarifmodellen (PAYD) werde das oftmals toleriert oder nicht offen dargelegt, kritisiert Matthias.

Seite zwei: Kunden zögern bei “Pay as you drive”-Tarifen, loben aber den automatischen Notruf

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...