15. April 2015, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GDV-Statistik: Was Deutschland für die Altersvorsorge ausgibt

Der Süden Deutschlands ist der Spitzenreiter bei den Neuverträgen in der Lebensversicherung. Wie eine Sonderauswertung des Versicherungsverbandes GDV für das Jahr 2013 ergab, wurde fast jede fünfte neue Police in Bayern abgeschlossen, dahinter folgt Baden-Württemberg. Hamburg liegt bei den Ausgaben für die Altersvorsorge vorn, Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

Neue GDV-Statistik: Was Deutschland für die Altersvorsorge ausgibt

In Bayern erzielten die deutschen Lebensversicherer das stärkste Neugeschäft.

In den beiden südlichsten Bundesländern ist der Prozentanteil am Neugeschäft höher als der Bevölkerungsanteil, gab der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag bekannt.

Hingegen wird der höchste durchschnittliche Jahresbeitrag laut GDV-Statistik mit 1.105 Euro im reichen Stadtstaat Hamburg erzielt, dicht gefolgt von den wohlhabenden Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg (siehe Grafik).

Hamburger geben im Schnitt 400 Euro mehr aus für die Altersvorsorge als Mecklenburger

In ostdeutschen Bundesländern fallen die durchschnittlichen Jahresbeiträge am geringsten aus. Schlusslicht sind demnach die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern: Ihr durchschnittlicher Jahresbeitrag für neu abgeschlossene Lebensversicherungen liegt gerade mal bei 696 Euro. Brandenburg und Sachsen-Anhalt liegen mit 736 beziehungsweise 749 Euro nur geringfügig darüber.

Durchschnittliche Versicherungssumme liegt bei rund 48.000 Euro

Weiter ergab die Verbandsstatistik, dass der durchschnittliche Kunde beim Abschluss einer Lebensversicherung 38 Jahre alt. Circa 80 Prozent der Neukunden sind zwischen 20 und 49 Jahren alt, etwa ein Drittel der Neukunden ist unter 30 Jahre alt. Die durchschnittliche Versicherungssumme liegt bei rund 48.000 Euro. (lk)

Neue GDV-Statistik: Was Deutschland für die Altersvorsorge ausgibt

Die Infografik setzt den Bevölkerungsanteil der einzelnen Bundesländer (hellrot) in Relation zum Anteil der 2013 neu abgeschlossenen Lebensversicherungen (dunkelrot). Lappt beispielsweise das dunkelrote über das hellrote Dreieck hinaus, bedeutet das: In diesem Bundesland war der Anteil der neu abgeschlossenen Lebensversicherungen höher als der Bevölkerungsanteil. Der blaue Eurobetrag in der Grafik beziffert den durchschnittlichen Jahresbeitrag je Bundesland. Quelle: GDV

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Bei 48.000 € können ab Ruhestandsbeginn 200 € für 20 Jahre verwendet werden. Wenn man den finanziellen Verlauf bis zum gewünschten Alter mit einem VERMÖGENSPASS aufzeigt, sieht man genau, viel Geld aus heutiger Sicht zum Ruhestandsbeginn vorhanden ist, bzw. wie viel benötigt wird, um nie in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen.

    Diese Beratungsvorgehensweise mit der Prüfung auf zu empfehlende „Geldanlagen“, sogar mit Szenarien bei hälftigem oder Totalausfall, ist spätestens 3.01.2017 durch die „Product Governance“ Pflicht, so dass man sich ab sofort damit beschäftigen sollte, diese zeitaufwendige „Fortbildungsberatung“ gegen Honorar zu erbringen, wenn es nicht zu anderen Vergütungen bei Durchführungshilfen kommen sollte.

    Wird dieser Beratungsprozess nach DIN ISO 22222 aufgezeigt, verstehen das alle Menschen auf Anhieb, wie in „Erfahrungsberichten“ bei mwsbraun.de zu lesen. Auch das „Beratungskonzept der Zukunft“, wenn man den Imagewandel vom „Berater anstelle Verkäufer“ vollziehen möchte, wie Dr. Peter Schmidt es beschreibt.

    Kommentar von Frank L. Braun — 16. April 2015 @ 10:22

Ihre Meinung



 

Versicherungen

E-Scooter: Freizeitspaß oder New Mobility?

Seit Juni sind E-Scooter in Deutschland offiziell zugelassen. Das Interesse scheint groß. Aktuelle Befragungswerte zeichnen ein gemischtes Bild. Laut GfK haben 5 Prozent der Befragten in Deutschland  bis Anfang Juli einen E-Scooter getestet und weitere 25 Prozent möchten eine Fahrt damit ausprobieren oder denken über einen Kauf nach. 70 Prozent zeigen hingegen gar kein Interesse.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Anschluss nicht verlieren

Die Niedrigzinsphase hält mittlerweile seit über zehn Jahren an. Zahlreich Immobiliendarlehen haben eine erste Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. Das führt dazu, dass viele tausende Immobilienbesitzer aktuell und in den kommenden Jahren auf eine Anschlussfinanzierung angewiesen sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

PSD2: Über den Status Quo

Die Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 lässt deren Potenzial aus dem Blick geraten. Da kann sie noch viel bewirken, denn erst 27 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Kunden digitale Bezahlwege an. Das zeigt die repräsentative Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten” 2019 des Finanzdienstleisters EOS.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...