Anzeige
Anzeige
25. Februar 2015, 11:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gesundheitssystem: “Prävention bei den Bürgern gezielt stärken”

Die Studie “Global Healthcare Outlook” der Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft Deloitte rechnet damit, dass die Gesundheitskosten in Deutschland noch in diesem Jahr explodieren werden. Angesichts einer steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, bei gleichzeitig drohenden Versorgungsengpässen, fordern die Autoren, den Erhalt der Gesundheit stärker zu betonen.

Gesundheitssystem

Die Regierung sollte die Prävention bei den Bürgern gezielt stärken, zum Beispiel mit Kampagnen für einen gesunden Lifestyle.

Die steigende Lebenserwartung in Deutschland und die damit verbundenen Krankheiten werden der Analyse zufolge die Gesundheitskosten in Deutschland ab 2015 explodieren lassen.

Steigende Nachfrage lässt Gesundheitsausgaben explodieren

Im Jahre 2013 sind die Gesundheitsausgaben auf 11,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gefallen – der niedrigste Wert seit 2008. Allerdings werde dies nicht so bleiben: Laut der Studienautoren werden die Ausgaben von 2014 bis 2018 auf 11,7 Prozent des BIP steigen.

Die geschätzten Gesamtausgaben für Gesundheitsleistungen lagen im Jahre 2013 bei 326,6 Milliarden Euro und werden der Deloitte-Prognose zufolge zwischen 2014 und 2018 jährlich im Durchschnitt um 3,8 Prozent auf 373 Milliarden Euro anwachsen.

Angebotsengpässe bei Gesundheitsversorgung

Obwohl momentan auf 1.000 Bundesbürger noch 3,8 Ärzte kämen und Deutschland mit diesem Verhältnis über dem Durchschnitt der OECD-Länder liege, zeichne sich ein Ärztemangel ab.

Die Anzahl der Absolventen eines medizinischen Studienganges sei in den letzten Jahren konstant gesunken. Bei steigender Nachfrage nach Gesundheitsleistungen werde der Wettbewerb um die immer weniger werdenden Fachkräfte zunehmen.

Diese Gemengenlage erhöhe den Druck auf Krankenhäuser, sich mit anderen Klinik-Betreibern zusammenzuschließen und neue strategische Partnerschaften einzugehen, mit dem Ziel, die Kapazitäten zu erhöhen.

“Prävention bei den Bürgern gezielt stärken”

Laut der Analyse setzt Deutschland bei der Optimierung der Gesundheitsversorgung auf Kostendämpfung und Prozessoptimierung, zum Beispiel auf wertorientierte Preismodelle und so genannte Pay-for-Performance-Mechanismen.

Allerdings gehe dies nicht weit genug. Laut Studienleiter Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner und Leiter Life Sciences & Healthcare bei Deloitte, “sollten die Regierungen nicht nur durch geeignete Anreizsetzung Einfluss auf die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems und der Versorgungsstrukturen ausüben, sondern im Sinne eines integrierten Ansatzes auch die Prävention bei den Bürgern gezielt stärken.” (nl)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Börsen-Ausblick 2018 – Altersvorsorge – Immobilienmarkt Deutschland – Finanzvertrieb-Trends

Ab dem 14. Dezember im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Ergo kappt Verzinsung 2018 nur teilweise

Die Lebensversicherungskunden der Ergo müssen sich 2018 nur teilweise auf sinkende Überschüsse einstellen. Die laufende Verzinsung bleibt bei den Töchtern Victoria Leben mit 2,05 Prozent und bei Ergo Direkt mit 2,75 Prozent stabil. Für die Kunden der Ergo Leben sinkt sie hingegen um 0,2 Prozentpunkte auf 2,05 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Zinspolitik: So wirken sich die Entscheidungen von Fed und EZB aus

Am Mittwoch beschloss die amerikanische Notenbank Federal Reserve eine weitere Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Prozent. Die Europäische Zentralbank entschied am Donnerstag, den Leitzins in der Eurozone nicht anzuheben. Der Finanzdienstleister Dr. Klein kommentiert, wie sich diese Entscheidungen auswirken.

mehr ...

Investmentfonds

“EZB stimmt Investoren auf ruhiges Jahresende ein”

Will man die Sitzungen der US-amerikanischen- (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche zusammenfassen, reicht ein Wort: “un­spek­ta­ku­lär”. Das trifft auch auf die Ergebnisse zu, die die Märkte so bereits erwartet haben. Cash. hat Reaktionen auf die Entscheidung der EZB zusammengefasst:

mehr ...

Berater

Finanzen 2018: Deutsche wieder optimistischer

Die Bundesbürger sind mit Blick auf ihre eigenen finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten optimistischer als im vorigen Jahr. Das geht aus einer Studie im Auftrag der Postbank hervor. Die Zuversicht ist demnach jedoch nicht in allen Teilen der Gesellschaft gleich stark ausgeprägt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance zapft US-Autofahrer an

Der Asset Manager Deutsche Finance Group aus München investiert über einen institutionellen Zielfonds in den Aufbau eines Tankstellenportfolios in den USA.

mehr ...

Recht

Versicherungsanlageprodukte: Vermittlung nach Umsetzung der IDD

Die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtline IDD in deutsches Recht bringt auch neue Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten mit sich. Konkrete Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln ergeben sich aus der “Delegierten Verordnung” der EU.

mehr ...