Anzeige
26. März 2015, 12:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Nachhaltige Kapitalanlagen: GDV stellt neuen Leifaden vor

Versicherer, die künftig mehr Wert auf ökologische und soziale Aspekte in der Kapitalanlage legen möchten, können ab sofort einen Leitfaden des Versicherungsverbandes GDV nutzen. Es handelt sich dabei um unverbindliche Hinweise, so der Verband, eine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien lehnt der GDV ab.

Nachhaltige Kapitalanlagen: GDV stellt neuen Leifaden vor

Eine freiwillige Verbreitung nachhaltiger Investitionsstandards sei zwar wünschenswert, so der Verband, es sollte jedoch keine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung solcher Standards geben.

Das Papier richte sich an Versicherer, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag mit. In der Broschüre werde erläutert, mit welchen Ansätzen Unternehmen soziale, ökologische und Aspekte der guten Unternehmensführung (Environment Social Governance; ESG) verfolgten und konkret in ihrer Anlagestrategie umsetzen könnten. Sie steht auf der GDV-Webseite zum Download bereit.

Unter Renditeaspekten bieten nachhaltige Kapitalanlage “keine signifikanten Vor- oder Nachteile”

Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in der Kapitalanlage stehe grundsätzlich nicht im Widerspruch zum Ziel der Versicherer, für ihre Kunden eine angemessene risikoadjustierte Rendite zu erwirtschaften, erklärt der GDV. Demnach zeige eine große Zahl von wissenschaftlichen Studien “keine signifikanten Vor- oder Nachteile, die mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kapitalanlage verbunden wären”.

Nachhaltigkeitsaspekte könnten die Investitionsentscheidung der Versicherer sinnvoll erweitern, so der Verband, sie hätten sich jedoch immer “den übergeordneten gesetzlichen Regelungen im Versicherungsaufsichtsgesetz und nach Solvency II unterzuordnen”, heißt es.

GDV setzt auf freiwillige Verbreitung nachhaltiger Investitionsstandards

Der GDV setzt beim Thema Nachhaltigkeit auf das Prinzip Freiwilligkeit. Jedes Unternehmen solle selbst abwägen, ob und in welchen Umfang es ESG-Kriterien in der Kapitalanlage berücksichtigen wolle. Eine freiwillige Verbreitung nachhaltiger Investitionsstandards sei wünschenswert, so der Verband, es sollte jedoch keine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung solcher Standards geben.

Die Verteter der Versicherungswirtschaft begründen dies damit, dass man der “Diversität unterschiedlicher Wertevorstellungen und der großen Dynamik in der internationalen Diskussion bei diesem Thema” gerecht werden wolle. (lk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Versicherer: Pessimistische Sicht auf Investmentumfeld

Der Anstieg von Inflation und Leitzinsen verunsichert in der Versicherungsbranche derzeit viele. Das belegen auch die aktuellen Ergebnisse der globalen Versicherungsstudie “Foggier as We Climb” von Goldman Sachs Asset Management (GSAM).

mehr ...

Immobilien

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Früher oder später muss sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, wie er oder sie im Ruhestand wohnen möchte. Wie aus einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse hervorgeht, bewegt sich der Trend dabei weg von den traditionellen Wohnformen.

mehr ...

Investmentfonds

Dax: Anteil deutscher Anleger sinkt

Die Dax-Konzerne gehören zu gut einem Drittel deutschen Aktionären, betrachtet man nur Privatanleger, sind es lediglich elf Prozent. Eine Studie von EY hat die Aktionärsstruktur der 30 Unternehmen untersucht und beantwortet, wer am meisten von den Ausschüttungen an ihre Aktionäre profitiert.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...