Obamacare: UnitedHealth stellt Teilnahme infrage

Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth zieht sich möglicherweise aus den staatlichen Vermittlungsbörsen für Krankenversicherungen in den USA zurück. Diese Börsen sind Kernbestandteil der nach Präsident Barack Obama benannten Gesundheitsreform („Obamacare“).

US-Präsident Barack Obama in Bedrängnis: Der größte US-Krankenversicherer plant eventuell einen Ausstieg aus „Obamacare“.

Eine Entscheidung über die künftige Teilnahme will UnitedHealth-Chef Stephen Hemsley bis Mitte 2016 fällen, wie das Unternehmen am Donnerstag in New York mitteilte.

Wegen teurer Probleme in dem Segment strich Hemsley seine Gewinnprognose für 2015 zusammen. Der Gewinn je Aktie (EPS) dürfte statt 6,25 bis 6,35 US-Dollar nur etwa 6 Dollar erreichen, hieß es.

Schlechte Geschäfte mit individuellen Krankenversicherungsverträgen

Als Grund führte Hemsley schlechte Geschäfte mit individuellen Krankenversicherungsverträgen an, die über die von Obama initiierten staatlichen Online-Marktplätze vermittelt werden. So hätten sich die Wachstumsaussichten branchenweit eingetrübt.

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Zudem entwickle sich die Schadenbilanz bei UnitedHealth negativ. Die für 2015 und 2016 erwarteten Belastungen in dem Bereich verbucht das Unternehmen nun komplett im laufenden Jahr.

Mit der gekappten Gewinnprognose erwischte das Management auch Branchenexperten kalt. Sie hatten im Schnitt mit einem EPS von 6,30 Dollar gerechnet. Für das kommende Jahr kündigte Hemsley ein höheres EPS von 7,10 bis 7,30 Dollar an. Analysten gingen jedoch bereits von einem Gewinn im oberen Bereich dieser Spanne aus.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

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