Anzeige
25. Februar 2015, 15:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Prognose: Kleine Direktversicherer verschwinden vom Markt

Die Grenzen zwischen Direkt- und Multikanalversicherern lösen sich zunehmend auf, erwartet das Beratungsunternehmen Innovalue. Potenziellen Kannibalisierungseffekten unter einer Marke werde die Branche mit gleichen Prämien für gleiche Leistungen unabhängig vom Vertriebsweg begegnen, erklären die Berater in einer Studie.

Prognose: Kleine Direktversicherer verschwinden vom Markt

Die Berater von Innovalue erwarten in der Direktversicherung einen Konsolidierungsprozess, “in dem einige Marken verschwinden werden”.

Angesichts des sich verändernden Kundenverhaltens erwarte man unter anderem eine zunehmende Integration von Organisationsmodellen, schreiben die Studienautoren. Dieser Prozess werde einhergehen mit einer Konsolidierung unter den Direktversicherern.

“Sonderstellung des Direktvertriebs macht keinen Sinn mehr”

Ob diese als unabhängige Marken überleben, wird demnach insbesondere von ihrer Etablierung am Markt und dem angebotenen Produktspektrum abhängen. “Nur die wirklich etablierten Direktversicherer werden als Marke Bestand haben”, fassen die Berater zusammen.

“Aus Sicht der Kunden macht die Sonderstellung des Direktvertriebs – auch in Form einer eigenen Marke – gegenüber anderen Vertriebskanälen in Zeiten des Internets keinen Sinn mehr”, prophezeit Christian Mylius, Managing Partner bei Innovalue, das baldige Ende des klassischen Direktversicherers. “Die Kunden wollen jederzeit selbst entscheiden können, über welchen Kanal sie den Versicherer kontaktieren, oder sich von ihm kontaktieren lassen.”

Konsolidierungsprozess erwartet

Dieses Phänomen führe schon heute “zu einer Kongruenz der Vertriebswege, weil die Anbieter den Kunden entsprechende Kontaktmöglichkeiten anbieten möchten”, so Mylius. Einige Vermittler böten mittlerweile Abschlussmöglichkeiten auf ihrer Webseite ohne vorherige persönliche Beratung an, fährt der Experte fort, einzelne Direktversicherer hingegen verfügten über eigene Geschäftsstellen mit Kundenberatern oder kooperieren mit Maklerpools.

All dies führe dazu, dass die Unterschiede zwischen vorher relativ klar getrennten Vertriebsmärkten verschwimme, so Mylius. Das Resultat sei ein Konsolidierungsprozess, “in dem einige Marken verschwinden werden”.

Studienautorin Julia Palte empfiehlt den Versicherern, ihre Aufbau- und Ablauforganisationen den sich ändernden Gegebenheiten zügig anzupassen. “Die klassische, siloorientierte Definition der Vertriebswege sowie eine daraus abgeleitete Marktbearbeitung und Organisation widerspricht dem Kundenverhalten und ignoriert Synergiepotenziale”, so Palte. (lk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Pflege: Kostenhalbierung durch Roboter

Das Online-Portal Haushaltswiki.de hat ermittelt, welchen Beitrag Pflegeroboter zur Lösung des Fachkräftemangels leisten können. Demnach werden die Roboter 300.000 Arbeitsplätze im Pflegebereich ersetzen. Die Kosten für einen Pflegeheimplatz könnten von derzeit 3.000 Euro monatlich auf 1.300 Euro sinken.

mehr ...

Immobilien

Mietminderung: Was zu beachten ist

Schimmel, Lärm und eine defekte Heizung reduzieren den Wert einer Wohnung deutlich. Wann man die Miete mindern kann und worauf man dabei achten muss, wissen die Immobilienexperten von Plusforta.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Asset Management: Börsengang noch in diesem Jahr unwahrscheinlich

Die Deutsche Bank will sich beim geplanten Börsengang ihrer Fondstochter nicht hetzen lassen. Laut Deutsche-Bank-Chef John Cryan ist es unwahrscheinlich, dass die Deutsche Asset Management noch in diesem Jahr an die Börse geht.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank erwägt Nullrunde für Aktionäre

Die Deutsche Bank denkt darüber nach , die Dividende in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Laut Deutsche-Bank-Chef John Cryan steht eine Entscheidung hierzu noch aus. Eigentlich hatte das Institut versprochen, für 2017 eine Dividende von elf Cent pro Aktie zu zahlen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance investiert in Wohnungen in Spanien

Die Deutsche Finance Group aus München will zusammen mit internationalen Partnern für über 100 Millionen Euro ein Portfolio aus Wohnimmobilien in Barcelona und Madrid aufbauen.

mehr ...

Recht

Achtung, Erbe! Welche Steuerfallen beim Nachlass lauern

Welche Steuerfallen lauern beim Vererben und mithilfe welcher Strategien kann man seine Steuerlast optimieren? Dies erklärt Rechtsanwalt Carl-Christian Thier von der deutsch-amerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. in seinem Gastbeitrag.

mehr ...