Merry Compliance statt Christmas?

Im Laufe der letzten Jahre konnten wir eine dramatische Entwicklung beobachten: Die Anzahl der Flaschen in unserer Branche nimmt stetig ab – und nein, das ist keine gute Nachricht. Zu verdanken ist dies der Compliance.

Die Pradetto-Kolumne

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„Übrig geblieben sind die vielen Weihnachtskarten und auch da mag keine rechte Freude aufkommen, wenn schon dort Hinweise aufgedruckt sind, die klarstellen, man wolle keinesfalls Einfluss auf das Geschäft nehmen.“

Ich erinnere mich noch gut an unser erstes Jahr als Maklerpool.

Unser Geschäft war damals noch überschaubar, aber es war gut bezahlt. Die Versicherer waren noch nicht wild entschlossen durch die Politik die Provisionen begrenzen zu lassen.

Auch die Verbraucherschützer konzentrierten sich auf Mängel an den Produkten, statt dem Verkäufer seine Einnahmen madig zu machen.

Produkt muss „politically correct“ sein

Heutzutage geht es eigentlich nicht mehr um faire Preise für den Kunden, sondern um die Frage, wer wie viel verdienen oder besser nicht verdienen darf.

Obwohl der Kunde nicht weiß, was der Begriff „Compliance“ eigentlich bedeutet, ist es heute wichtiger, dass ein Produkt „politically correct“ hergestellt und verteilt wird, als die Frage, ob es dem Kunden überhaupt noch einen Nutzen bringt – und die IDD scheint was Neid und Missgunst angeht neue Maßstäbe setzen zu wollen.

Dieses Jahr erinnert mich das Weihnachtsfest daran, wie trübselig die Entwicklung verläuft. Weihnachten! Das war für den Vermittler früher so etwas wie ein 14-tes Gehalt in Sachleistung.

Wir waren damals nicht groß, aber der Gabentisch war reich gefüllt. Jeder Versicherer übersandte uns reichlich Geschenke. Wer damals einen großen Vertrieb oder Pool hatte, hätte sicherlich nebenbei eine Spirituosenhandlung betreiben können. Von Lebkuchen aus Nürnberg, Marzipan aus Lübeck, Printen aus Aachen, Wurst aus München hätte man ein Jahr lang essen können.

Seite zwei: 16 Jahre Compliance später

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