Lebensversicherung: Bafin-Chef sympathisiert mit niedrigerem Garantiezins

Der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, spricht sich für einen deutlich niedrigeren Garantiezins für Lebensversicherungen aus.

Bafin-Chef Hufeld sieht keine großen Risiken für eine schwere Bankenkrise.
Bafin-Chef Hufeld hält eine Absenkung des Garantiezinses in der Lebensversicherung für denkbar.

„Es versteht sich von selbst, dass 1,25 Prozent Zinsen auf Dauer nicht zu halten sind, wenn die Zinsen so niedrig bleiben wie sie aktuell sind“, sagte Hufeld dem „Handelsblatt“ (Mittwoch). „Ich persönlich hätte eine gewisse Sympathie für einen deutlicheren Schritt“, sagte er.

Deutsche Aktuare plädieren für Absenkung

Die einflussreiche Deutsche Aktuarvereinigung hatte jüngst empfohlen, den Garantiezins von derzeit 1,25 Prozent ab 2018 für Neukunden auf 1,0 Prozent zu senken. Das letzte Wort hat das Bundesfinanzministerium, das den Zins, mit dem Kunden klassischer Kapitallebens- und Rentenversicherungen sicher rechnen können, nach Empfehlungen der Aktuarvereinigung und der Finanzaufsicht festsetzt.

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Der Garantiezins bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden maximal versprechen dürfen. Da es wegen der Niedrigzinsen immer schwieriger wird, diese zu erwirtschaften, wurde der Garantiezins mehrfach gesenkt. Der Druck auf die Versicherungsbranche sei enorm, betonte Hufeld. Seine Behörde beaufsichtigt auch die Versicherer.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Bafin

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