Nur 36 Prozent der Riester-Sparer bekommen volle Zulage

Nur knapp 36 Prozent der Riester-Sparer (5,9 Millionen) bekommen die maximalen staatlichen Zulagen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Insgesamt gibt es rund 16,5 Millionen Riester-Verträge.

Nur gut die Hälfte der Sparer schöpft die Riester-Förderung voll aus, berichtet der GDV auf Basis jüngster Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA).
Insgesamt dürfte das Riester-Potenzial bei rund 35 Millionen unmittelbar Förderberechtigten liegen, sagte der Linken-Rentenexperte Matthias W. Birkwald.

Die Zahlen gehen aus einer der dpa vorliegenden Antwort des Bundesfinanzministeriums auf ein Anfrage der Linken hervor.

Für die volle Zulage müssen Sparer jedes Jahr mindestens 4 Prozent ihres Brutto-Einkommens in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Nach den jüngsten Zahlen waren das 2012 und 2011 jeweils rund 5,9 Millionen, wobei die Zahl in dieser Zeit um fast 24 000 Menschen sank. Zuvor war die Zahl nahezu kontinuierlich angestiegen.

Linke will Riester-Rente in gesetzliche Rentenversicherung überführen

An diesem Donnerstag wird ein Linken-Antrag im Bundestag beraten, der darauf abzielt, die Riester-Rente in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen.

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Der Linken-Rentenexperte Matthias W. Birkwald sagte der dpa: „Die Riester-Rente ist nicht nur gescheitert, sie hat sich zu einem echten Desaster für die Bundesregierung entwickelt.“ Wer die Vorsorgelücke in der gesetzlichen Rentenversicherung durch die Rentenreformen der vergangenen Jahre schließen wolle, müsse jährlich vier Prozent des Bruttolohns in eine Riester-Rente einzahlen.

Viele Riester-Verträge werden nicht mehr bespart

Von den 16,5 Millionen Riester-Verträgen würden nur 13,3 Millionen Verträge überhaupt bespart. Insgesamt dürfte das Riester-Potenzial bei rund 35 Millionen unmittelbar Förderberechtigten liegen, sagte Birkwald. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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