18. Oktober 2016, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungsaufsicht wirbt für einheitliche europäische Rentenversicherung

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa rührt für ihre Vision einer einheitlichen privaten Rentenversicherung für die gesamte EU weiter die Werbetrommel.

Shutterstock 435206284 in Versicherungsaufsicht wirbt für einheitliche europäische Rentenversicherung

Noch ist offen, wann EU-weit einheitliche Rentenversicherungen Wirklichkeit werden – und ob überhaupt.

Die derzeitige Zersplitterung des Markts behindere grenzüberschreitende Geschäfte, erhöhe die Kosten und belaste die Renditen für die Kunden, sagte Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino am Dienstag bei der Jahrestagung der Behörde in Frankfurt. EU-weit einheitliche Produkte könnten dieses Problem lösen und das Vertrauen in die private Rentenversicherung zurückbringen.

Gerade Lebensversicherer kommen infolge der anhaltenden Niedrigzinsen immer stärker unter Druck. Zudem steht die Branche wegen hoher Kostbestandteile in ihren Verträgen seit langem in der Kritik. Die Eiopa will mit ihrem im Februar vorgestellten Konzept des Pan-European Personal Pension Product (PEPP) vor allem an der Vielzahl unterschiedlicher Vertragsmodelle in den einzelnen EU-Staaten ansetzen.

“Wenn es viele Produkte mit kleinen Vertragszahlen gibt, sind die Kosten pro Vertrag hoch”, sagte Bernardino. “Mit größerem Geschäftsvolumen sinken die jeweiligen Kosten, die Erträge steigen und damit die Renditen für die Kunden.” Zudem wachse der Wettbewerb zwischen den Anbietern, wenn diese ihre Produkte grenzüberschreitend anbieten könnten.

Eiopa will Arbeit an PEPP fortsetzen

Noch ist offen, wann EU-weit einheitliche Rentenversicherungen Wirklichkeit werden – und ob überhaupt. “Die Eiopa steht bereit, die Arbeit an PEPP fortzusetzen, besonders mit der Gestaltung von Pilotprodukten”, sagte Bernardino. Diese sollten eine ausbalancierte Anlage der Beiträge auch in Aktien, Immobilien, Infrastruktur und erneuerbaren Energien umfassen. Mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen könnten diese zu Renditen oberhalb der Inflationsrate führen und den Menschen einen ordentlichen Lebensstandard sichern. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. So romantisch wie unfinanzbierbar.
    Das wird die Abspaltung aus der EU beschleunigen.
    Beamte leben halt in Ihrer eigenen Welt, dass ist wohl nicht zu ändern.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 19. Oktober 2016 @ 08:23

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nur fünf Prozent sind auf den Pflegefall vorbereitet

Laut einer Studie des Prognos-Instituts im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung wird die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen hierzulande in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen. Demnach wird die Anzahl der Pflegebedürftigen von 3,3 Millionen Menschen im Jahr 2017 auf 5 Millionen im Jahr 2045 anwachsen. Im Zuge dessen werden sich laut der Studie auch die Leistungsausgaben signifikant von derzeit 15,9 auf dann 141,2 Milliarden Euro erhöhen, was in der gesetzlichen Pflegeversicherung eine entsprechende Beitragssteigerung auf 4,25 Prozent nach sich ziehen würde.

mehr ...

Investmentfonds

Stewardship: Anleger wollen aktiv mitentscheiden

Laut dem aktuellen von der DWS geförderten Forschungsbericht halten 84% der Pensionsfonds Stewardship-Praktiken für entscheidend, um die Qualität von Beta1 zu verbessern und gleichzeitig positive Auswirkungen für Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung zu erzeugen. 

mehr ...

Berater

Sparda-Bank kooperiert mit Jung, DMS & Cie.

Mit www.meineversicherungswelt.de geht die erste voll integrierte JDC-Maklerlösung inklusive White-Label-Sevices zur Abwicklung des Versicherungsgeschäfts im Bankenumfeld an den Start. Ende März hat die zur Sparda-Bank Baden-Württemberg gehörende Sparda Versicherungsservice GmbH (SVS) als erste Vollbank-Tochter einen Fünf-Jahres-Kooperationsvertrag mit der zur JDC Group AG (ISIN: DE000A0B9N37; Bloomberg: A8A.GR) gehörenden Jung DMS & Cie. Aktiengesellschaft unterzeichnet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finanzvorstände müssen bei digitalen Strategien deutlich aufholen

Gerade einmal jedes zweite Unternehmen im deutschsprachigen Raum hat die Prozesse in seiner Finanzabteilung zumindest in Ansätzen standardisiert und automatisiert, obwohl fast alle CFOs dies als maßgebliche Voraussetzung zur erfolgreichen Effizienzsteigerung sehen. Tatsächlich im Einsatz sind Automationstechnologien wie Robotic Process Automation (RPA) sogar nur in jedem sechsten Unternehmen. Dies sind Ergebnisse der Horváth & Partners CFO-Studie 2019.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...