Zurich kämpft mit starken Belastungen

Naturkatastrophen, Kosten für den Sparkurs und Probleme in Deutschland haben den Schweizer Versicherer Zurich zum Jahresende stark belastet.

Fordernde Zeiten für Zurich: Angesichts der bisherigen Erwartungen der Experten könnte der Versicherer das vierte Quartal wohl auch konzernweit und nicht nur in der Schadensversicherung mit roten Zahlen abgeschlossen haben.

Das Schadensversicherungsgeschäft rutschte im vierten Quartal vor allem wegen der Stürme und Überschwemmungen in Großbritannien und Irland und wegen des weiterhin sehr hohen Niveaus auch Großschäden generell in die roten Zahlen.

Der Konzern will jetzt den Sparkurs verschärfen, was wiederum im vierten Quartal zu Sonderkosten von 475 US-Millionen Dollar (436 Mio Euro) führt. Zudem müssen wegen der Schwierigkeiten im deutschen Lebensversicherungsgeschäft 230 Millionen Dollar abgeschrieben werden, wie der Allianz-Konkurrent am Mittwoch in Zürich mitteilte.

Sonderbelastungen summerieren sich im vierten Quartal auf fast eine Milliarde Dollar

Zusammen mit den Schadensaufwendungen für die Naturkatastrophen in Großbritannien und Irland in Höhe von 275 Millionen Dollar summieren sich die Sonderbelastungen im vierten Quartal auf fast eine Milliarde Dollar. Angesichts der bisherigen Erwartungen der Experten könnte der Versicherer das vierte Quartal wohl auch konzernweit und nicht nur in der Schadensversicherung mit roten Zahlen abgeschlossen haben. Von Bloomberg befragte Analysten hatten bisher mit einem Gewinn von rund 500 Millionen Dollar gerechnet.

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Die Zurich will am 11. Februar die detaillierten Zahlen für das vierte Quartal und das vergangene Jahr vorlegen. Dabei sollen auch weitere Einzelheiten der Probleme im Schadensgeschäft, zum Sparkurs sowie ein Ausblick auf das laufende Jahr vorgestellt werden.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Zurich

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