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2. Juni 2017, 13:43
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BU-Policen: Von Irrtümern und Vorurteilen

Versicherer und Verbraucherschützer sind sich darin einig, dass die Bevölkerung noch stärker als bisher über das Risiko Berufsunfähigkeit aufgeklärt werden muss. Einen Versuch hat kürzlich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unternommen.

HGF Fuerstenwerth DTB8124-Kopie in BU-Policen: Von Irrtümern und Vorurteilen

GDV-Geschäftsführer Jörg von Fürstenwerth benennt die fünf größten Irrtümer rund um den BU-Schutz.

In einer Kolumne auf der Website des Verbandes griff Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Geschäftsführung, landläufige Irrtümer und Vorurteile rund um den Berufsunfähigkeitsschutz auf, um sie zu entkräften.

Zu diesen Irrtümern gehört laut von Fürstenwerth die Einstellung “Mich trifft es nicht”, die insbesondere bei vielen jungen, gesunden Menschen verbreitet sei. Allerdings belegten Zahlen der gesetzlichen Rentenversicherung, dass 25 Prozent der Erwerbstätigen ihre berufliche Aktivität einschränken oder aufgeben müssten. Dies habe für die Betroffenen meist gravierende finanzielle Folgen.

Falsch sei auch der Glaube, dass BU-Schutz nur schwer zu haben ist. Nach Analysen des GDV folge auf 94 Prozent aller Anträge ein Versicherungsangebot. Zwar könne es im Rahmen der Risikoprüfung noch zur Ablehnung kommen, allerdings könnten Interessenten gegensteuern, indem sie sich bereits in jungen Jahren versicherten. Je früher eine BU abgeschlossen werde, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit einer relevanten Vorerkrankung.

Relativ wenige Beschwerden

Dass sich die Versicherer im Leistungsfall querstellen, ist laut von Fürstenwerth ebenfalls ein Irrtum: Zahlen des Verbandes zufolge sei bei 77 Prozent der 62.000 Leistungsanträge im Jahr 2014 der Leistungsfall anerkannt worden. Zudem seien beim Ombudsmann für Versicherungen im Jahr 2015 lediglich 400 Beschwerden in Verbindung mit Berufsunfähigkeitspolicen eingegangen. Darüber hinaus habe die Assekuranz nur bei sechs Prozent aller BU-Fälle einen Gutachter eingeschaltet. In 60 Prozent dieser Anträge sei die BU vom Gutachter bestätigt worden.

Nicht korrekt sei auch, dass BU-Policen unnötig kompliziert sind. Zwar seien BU-Produkte tatsächlich sehr komplex – dies sei allerdings der Tatsache geschuldet, dass die BU eine vom Einzelfall geprägte Versicherung ist. Aus diesem Grund verwendeten die Versicherungsbedingungen übergreifende Formulierungen und Beschreibungen. So könnten sich zum Beispiel Berufe im Zeitverlauf wandeln und Krankheiten bei verschiedenen Personen unterschiedliche Auswirkungen haben. Dieser Individualität müsse Rechnung getragen werden.

Seite zwei: Vereinfachte Antragstellung

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