15. September 2017, 10:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dominanz der alternativen Garantien erwartet

Bei Versicherungsprodukten werden in den kommenden Jahren Garantien zunehmend über alternative Varianten mit dem Ziel des Kapitalerhalts realisiert. Darüber sind sich 43 Prozent der 110 Entscheider der Branche einig, die Amundi Deutschland im Rahmen der 11. Handelsblatt Jahrestagung Assekuranz befragt hat.

 in Dominanz der alternativen Garantien erwartet

Nils Hemmer, Amundi: “Wir beobachten in der Branche ein starkes Kostenbewusstsein.”

Dabei werden Anlagerisiken und Schwankungen beispielsweise über den Einsatz von Investmentfonds gesteuert.

Immerhin 30 Prozent der Experten schätzen, dass endfällige Garantien mit der Chance auf höhere Überschussbeteiligungen in den nächsten Jahren das Neugeschäft dominieren werden. Über ein Viertel der Befragten (27 Prozent) sind überzeugt, dass sie auch künftig hauptsächlich mit Produkten arbeiten, die eine klassische Beitragsgarantie über die gesamte Laufzeit bieten.

Gefragt nach der Rolle der Garantiefonds bei der aktuellen Produktentwicklung geht ein Großteil der Versicherungsexperten (42 Prozent) davon aus, dass die Garantien zukünftig über das Sicherungsvermögen (Deckungsstock) abgebildet werden. 32 Prozent sind überzeugt, dass Garantiefonds weiterhin ein zentraler Baustein für Drei-Topf-Hybridmodelle sind. 26 Prozent der Experten erwarten eine vermehrte Nachfrage nach Garantien in Kollektivvermögen (analog zum Deckungsstock) statt individueller Garantien über Garantiefonds.

Anbieter setzen vermehrt auf passive Produkte

“Wir beobachten in der Branche zudem ein starkes Kostenbewusstsein”, stellt Nils Hemmer fest, Head of Wholesale and Third Party Distribution bei Amundi. Mehr als die Hälfte der Anbieter (66 Prozent) setzt vermehrt auf passive Produkte wie börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und auf Smart-Beta-Lösungen.

Darüber hinaus bevorzugen die Experten institutionelle Fondsanteilsklassen ohne Retrozessionen (“Weiterrückversicherung”, um das Risiko zu minimieren und zu streuen) sowie mit Fokus auf niedrige Kosten. Rund ein Drittel (28 Prozent) arbeitet mit einer internen Obergrenze für die maximale Verwaltungsvergütung für alle Fonds. (kb)

Foto: Pioneer

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Krankenstandanalyse: Die fünf häufigsten Krankheitsgründe

Wenn sich Mitarbeiter krankmelden, dann bleibt der Grund für den Ausfall häufig unklar. Die Krankenkasse DAK hat nun untersucht, welche Erkrankungen die Arbeitnehmer im vergangenen Jahr am häufigsten außer Gefecht gesetzt haben.

mehr ...

Immobilien

Patrizia: Deutliches Gewinnplus für Immobilieninvestor

Der Immobilieninvestor Patrizia hat im vergangenen Jahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert. Dabei stiegen die Gebühreneinnahmen vor allem für die Verwaltung viel kräftiger als die Kosten.

mehr ...

Investmentfonds

Bullenmarkt bei Kryptowährungen in Sicht?

Die Performance der vergangenen Woche zeichnete Kryptoinvestoren ein Lächeln ins Gesicht: Fast alle Währungen im grünen Bereich, der Rückgang gestoppt.

mehr ...

Berater

Airline-Pleite: Flybmi ist nicht Flybe

Vor allem wegen des Brexits hat die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi am Wochenende Insolvenz angemeldet. Mit einer ähnlich klingenden Airline, die Mieterin mehrerer deutscher Fonds-Flugzeuge ist, hat sie jedoch nichts zu tun.

mehr ...

Sachwertanlagen

A380-Aus: Hochkonjunktur für Besserwisser

Das Ende der Produktion neuer Flugzeuge des Typs Airbus A380 bedeutet nicht automatisch Verluste für Fonds, die solche Maschinen finanziert haben. Eine schlechte Nachricht ist es trotzdem. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

OLG Celle: Reiseantritt muss zumutbar sein

In der Reiserücktrittsversicherung liegt ein Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person von einer unerwarteten schweren Erkrankung betroffen wird. Um dies festzustellen, kommt es laut Urteil des 8. Zivilsenats des OLG Celle nicht auf eine konkrete ärztliche Diagnose der Erkrankung an. Entscheidend sei vielmehr das Vorliegen einer krankheitsbedingten Symptomatik, die den Antritt einer Flugreise unzumutbar erscheinen lasse. 

mehr ...