„Es trifft jeden Vierten“

Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Life Deutschland, sprach mit Cash. über die Notwendigkeit, sich gegen den Verlust der Arbeitskraft finanziell abzusichern.

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Matthias Wald, Swiss Life Deutschland: „Wir beobachten eine riesige Versorgungslücke.“

Cash.: Herr Wald, übertreibt die Fachwelt nicht ein wenig, wenn sie immer wieder auf die Notwendigkeit der Arbeitskraft-Absicherung hinweist?

Wald: Keineswegs, wir beobachten eine riesige Versorgungslücke. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland verfügen noch über keinerlei Absicherung ihrer Arbeitskraft. Das ist ein ernstzunehmendes Problem, da es viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, bis zum offiziellen Rentenalter ihren Job auszuüben. Konkret muss etwa jeder Vierte vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Sind keine Ersparnisse vorhanden, geht es schnell ans Eingemachte. Dies gilt erst recht, wenn ein einzelner Ernährer die Familie versorgt und das Eigenheim noch nicht abbezahlt ist.

Was empfehlen Sie Menschen, die vorsorgen möchten?

Sie sollten sich möglichst frühzeitig um einen Vertrag bemühen – am besten schon während der Ausbildung oder des Studiums. Schließlich sind die Prämien in dieser Lebensphase deutlich preiswerter als bei Erwachsenen. Außerdem liegen bei den meisten jungen Menschen keine Vorbelastungen vor, sodass einer Policierung kaum etwas im Wege steht.

Gibt es sinnvolle Ergänzungen oder Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ja, besonders die Arbeitsunfähigkeitsrente ist eine Überlegung wert. Bei Swiss Life kann diese als Option zur Berufsunfähigkeitsversicherung hinzugewählt werden. Sie gleicht Verdienstausfälle bei längerer Krankschreibung aus, und zwar bis zu zwei Jahre lang. Ein Antrag auf Berufsunfähigkeit muss dafür gar nicht gestellt werden. Steht wiederum eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zur Debatte, was beispielsweise bei älteren Arbeitnehmern in Risikoberufen vorkommt, stellt eine Grundfähigkeiten-Versicherung einen sinnvollen Basisschutz dar.

Worauf ist bei Vertragsabschluss zu achten? 

Interessenten sollten die Kapitalstärke des Anbieters überprüfen. Transparenz schaffen da zum Beispiel die kürzlich veröffentlichten Solvency-II-Quoten. Swiss Life Deutschland schneidet mit 391 Prozent. Nur wer solvent ist, kann auch dauerhaft seine Verträge einhalten. Darüber hinaus ist wichtig, dass im Versicherungsfall faire Bedingungen gelten und den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Seite zwei: So lässt sich die Arbeitskraft absichern

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