7. Februar 2018, 15:05
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GDV: Noch größere Schieflage der Generationengerechtigkeit vermeiden

Der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Dr. Wolfgang Weiler, sieht in den geplanten Maßnahmen des Koalitionspapiers durchaus positive Ansätze für die Altersvorsorge in Deutschland. Warum die Pläne der möglichen Koalition in Sachen soziale Sicherung dennoch zu kurz greifen.

Weiler Huk Coburg in GDV: Noch größere Schieflage der Generationengerechtigkeit vermeiden

Wolfgang Weiler ist neuer GDV-Präsident.

Endlich kommt Deutschland mit der Bildung einer neuen Regierung voran. Wir brauchen einen Zukunftsentwurf, der gerade in einer der wichtigsten Fragen, der Sicherung der Altersvorsorge, nachhaltige Antworten liefert: Es ist daher richtig, dass die geplante Koalition am Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher Rente, betrieblicher sowie privater Altersvorsorge festhält.

Standardprodukt für Riester-Verträge

In diesem Zusammenhang begrüße ich ausdrücklich die geplante Einrichtung einer Rentenkommission, die weitere Vorschläge zur langfristigen Absicherung des Rentensystems machen soll. Die Versicherungswirtschaft wird diesen Dialog ebenso unterstützen wie die geplanten Gespräche über ein Standardprodukt für Riester-Verträge.

Realistischen Blick bewahren

Ich appelliere an die Parteien, einen realistischen Blick zu bewahren: Immer weniger Erwerbstätige können nicht immer weiter steigende Ausgaben in der sozialen Sicherung schultern. Insofern greifen die Pläne einer möglichen großen Koalition zu kurz, auch wenn sie Härten bei der Grundrente sowie Erwerbsminderungsrente angehen. Das Kernproblem von Haltelinien, Mütter- oder Grundrente besteht darin, dass sozialpolitische Vorhaben aus der Rentenkasse mitfinanziert werden. Darüber gerät die Generationengerechtigkeit in eine noch größere Schieflage.

Foto: GDV

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