Anzeige
5. Juli 2018, 09:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Generali trennt sich von Generali Leben – Verkauf an Viridium

Nachdem bereits Gerüchte in der Branche die Runde machten, folgt nun die offizielle Bestätigung: Der Versicherungskonzern Generali wird sich von seinem klassischen Lebensversicherungsgeschäft und -verträgen in Deutschland trennen. Dazu verkauft das Unternehmen die Generali Leben mit rund vier Millionen Lebensversicherungsverträgen und garantierten Kapitalanlagen von 37,1 Milliarden Euro an den Abwickler Viridium.

 

Generali will deutsche Lebensversicherungstochter an Viridium verkaufen

Generali Leben mit seinen rund vier Millionen Versicherungsverträgen wird bei der Transaktion mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet.

Der soll 89,9 Prozent an der Generali Leben übernehmen, teilten beide Seiten am Donnerstag mit. Der Kaufpreis soll bei rund 1,9 Milliarden Euro liegen. Allerdings steht der Verkauf noch unter Vorbehalt der Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleisungsaufsicht (Bafin).

Die Generali steht vor einer Neuausrichtung ihres Deutschlandgeschäfts und trennt sich von der Generali Lebensversicherung sowie dem klassischen Lebensversicherungsgeschäft. Der Verwaltungsrat der Assicurazioni Generali, der italienischen Muttergesellschaft, und der Aufsichtsrat der Generali Deutschland haben den Verkaufsprozess eingeleitet. Der Vertrag stehe kurz vor der Unterzeichung, teile die Generali mit.

Käufer ist, wie bereits kolportiert, die Viridium Gruppe. Die Gruppe ist einer der führenden Aufkäufer von Lebensversicherungsbeständen und seit 2013/2014 am deutschen Markt. In den vergangenen Jahren hatte die Gruppe bereits die Bestände der Heidelberger Lebensversicherung, der Skandia Lebensicherung sowie der Entis Lebensversicherung in Deutschland übernommen.

Steigt Generali bei Viridium ein?

Die Generali Deutschland wird einen Anteil von 89,9 Prozent der Generali Leben an Viridium verkaufen und mit 10,1 Prozent Anteilen an der Generali Leben beteiligt bleiben. Im Rahmen der geplanten Transaktion wird der Generali Deutschland zudem die Option eingeräumt, zum Zeitpunkt der Übernahme bis zu 10 Prozent an der Viridium Gruppe zu erwerben. Damit würde die Generali Leben nach der Hannover Rück der zweite große Partner aus der Versicherungsbranche.

Durch den Abschluss wird der Vertragsbestand der Viridium Gruppe um rund vier Millionen Versicherungsverträge vergrößert. Sämtliche vertraglichen Verpflichtungen der Generali Leben bleiben von dem Deal unberührt. Zudem sollen umfassende Kooperationen zwischen Viridium und der Generali Deutschland sicherstellen, dass die Leistungen und Services der Generali Leben für die Versicherungsnehmer fortgeführt werden.

Die Vereinbarungen sehen unter anderen fünfjährige Partnerschaften zwischen beiden Unternehmen in den Bereichen Asset Management und der betrieblichen Altersversorgung vor. In diesem Zeitraum verwaltet Generali Investments Europe die Kapitalanlage der Generali Leben und erhält hierfür von Viridium eine Vergütung von 275 Millionen Euro.

Seite zwei: 3oo Generali Mitarbeiter werden übernommen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Sind ja noch genügend Gesellschaften am Markt übrig die den Mist verkaufen

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 7. Juli 2018 @ 21:04

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Swiss-Re-Chef erwartet in diesem Jahr weitere schwere Stürme

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re rechnet nach dem Hurrikan “Florence” in den USA und dem Taifun “Mangkhut” in Asien am Wochenende mit weiteren schweren Unwettern.

mehr ...

Immobilien

Immobilienunternehmen stellen Spezialisten auf Vorrat ein

In der Immobilienwirtschaft verschärft sich der Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte immer weiter. Inzwischen sind Fälle, in denen Mitarbeiter drei bis sechs Monate vor Ankauf oder Projektbeginn auf Vorrat eingestellt werden keine Seltenheit mehr.

mehr ...

Investmentfonds

Handelsstreit als Chance für Europa

Donald Trump hat den Konflikt zwischen den USA und China erneut angefacht, indem er ankündigte, die Zölle auszuweiten. Beijing will sich dagegen wehren. Das kann die Nachfrage nach europäischen Produkten steigern, doch auch ihre Hersteller werden unter dem Streit leiden.

mehr ...

Berater

Charta: Michael Franke hört nach über 20 Jahren auf

Paukenschlag beim Maklerverbund Charta: Michael Franke, im Vorstand der Charta Börse für Versicherungen AG zuständig für die Bereiche IT und Maklerrecht, wird seinen zum Ende dieses Jahres auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Vertrieb: Schützenhilfe durch die Grünen

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen zur Rolle der BaFin im Rahmen der P&R-Insolvenz, wirft kein besonders gutes Licht auf die Prüfungspraxis der Behörde, hilft aber dem Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Bindet der Mietvertrag auch den Ehepartner?

Wenn nur ein Ehepartner einen Mietvertrag unterschreibt, ist der andere nicht automatisch daran gebunden. Auch dann nicht, wenn sein Name im Mietvertrag genannt ist. Der Vermieter kann also nicht die Ehefrau verklagen, weil ihr Mann, der den Vertrag unterschrieben hat, keine Miete mehr zahlt. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Stuttgart.

mehr ...