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6. August 2018, 12:41
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Keine Geschäfte mehr mit Kohle: Auch Munich Re steigt aus

Kehrtwende beim weltgrößten Rückversicherer: Die Munich Re will sich weitgehend aus dem klimaschädlichen Kohlegeschäft zurückziehen.

Kohle Energie in Keine Geschäfte mehr mit Kohle: Auch Munich Re steigt aus

Die Munich Re will sich aus dem Kohlegeschäft zurückziehen. Damit folgt der weltgrößte Rückversicherer dem Beispiel von großen Erstversicherern wie Allianz, Axa oder Zurich.

Das betrifft sowohl die Kapitalanlagen des Konzerns als auch die Versicherung von Kohlekraftwerken, wie Vorstandschef Joachim Wenning in einem Gastbeitrag in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” ankündigte. Künftig will der Münchener Konzern die Klimastrategie an des Zwei-Gradziel des Pariser Klimaabkommens knüpfen. Weil unter den fossilen Brennstoffen die Kohle für den größten Teil der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, will die Munich Re nicht mehr in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen.

“Und wir werden im Einzelrisikogeschäft, wo wir die Risiken genau sehen können, im Grundsatz künftig keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichern”, erklärte Wenning. Die Munich Re folgt damit dem Beispiel der Allianz, Axa oder Zurich, die sich im Interesse des Klimaschutzes aus dem Kohlegeschäft zurückziehen. Umweltinitiativen setzen die Munich Re schon länger unter Druck, keine Kohlekraftwerke mehr zu versichern.

Die Munich Re ist in Sachen Klimawandel fachkundig: Das Unternehmen versichert Erstversicherungen in aller Welt. Große Naturkatastrophen wie die letztjährige Hurrikan-Serie in den USA und in der Karibik verursachen regelmäßig Milliardenschäden, die die Munich Re teuer zu stehen kommen.

Daher hat das Unternehmen eine eigene Klimaforschungsabteilung, die die weltweiten Naturkatastrophenschäden seit Jahrzehnten dokumentiert. Das dient unter anderem der Kalkulation der Beitrage, die die Erstversicherer an die Munich Re zahlen müssen.

Auch wenn einzelne Stürme und extremes Wetter kein Beweis für menschengemachten Klimawandel sind, sehen die Fachleute des Konzerns das diesjährige Wetter in Europa als weiteres Indiz für den Klimawandel. “Das Wetter in Deutschland in der ersten Jahreshälfte passt leider zu dem, was die langjährige Klimaforschung erwarten lässt”, sagte kürzlich der Leiter der Klima- und Geoforschung bei der Munich Re, Ernst Rauch. “Wir müssen mit feuchteren Wintern und trockeneren Sommern rechnen. (dpa-AFX/dr)

Foto: Shutterstock

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