Schuldneratlas: Immer mehr Senioren droht die Überschuldung

6,9 Millionen Privatpersonen hierzulande gelten als überschuldet. Und die Zahl dürfte laut dem neuen Schuldneratlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform weiter steigen. Aufhorchen lässt der besonders deutliche Anstieg bei Senioren jenseits der 70.

Teile des Rheinlands, das Ruhrgebiet, Teile von Thürigen und Sachsen-Anhalt, Bremen und Berlin gelten als Schuldnerhochburgen.

Während im Osten rund 1,11 Millionen Menschen als überschuldet gelten, sind es im Westen rund 5,82 Millionen. Damit ist die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Wobei die Zahl der Überschuldungsfälle in Ostdeutschland (minus 8.000) zurückgeht, während sein Westdeutschland (plus 27. 000) steigt.

Die entsprechenden Vergleichswerte zeigen, dass sich die Überschuldungsspirale im Westen weiterhin schneller dreht als im Osten. Sowohl in Ost wie in West ist die Zahl der Fälle mit hoher Überschuldung zurückgegangen.

Überschuldungsquote nahezu konstant

Dagegen ist die Zahl derer, die geringverschuldet sind, angestiegen. Die Überschuldungsquote ist nahezu konstant, da die Bevölkerung durch Zuwanderung und Migration nochmals leicht zugenommen hat.

Zum Stichtag 1. Oktober 2018 lag sie in Deutschland bei 10,04 Prozent. Damit sind weiter über 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet. Im Vorjahresvergleich stieg die Zahl um rund 19.000 Personen.

Seite 2: Überschuldung der Zukunft: alt und weiblich

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