23. August 2019, 08:00
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ERGO und innosure.me: “Derzeit handelt es sich um Jahrespolicen”

Neue Produkte schnell testen und sie dann weiter entwickeln. So könnte man die Initiative innosure.me der ERGO Direkt verstehen. Grund genug für Cash.Online bei der ERGO nachzufragen, wie das Projekt funktioniert und was mit den Kunden und ihren Verträgen nach Abschluss der Testphase passiert.

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Die ERGO Versicherungsgruppe in Düsseldorf

Die ERGO testet auf dem Webportal innosure.me Kleinstpolicen. Neben Hochzeiten kann man auch Musikinstrumente absichern. Was ist das Ziel dieser Plattform?

Unter innosure.me und mit Risikoträger ERGO Direkt Versicherung AG sind wir in der Lage in 4-6 Wochen neue Produkte an den Markt zu bringen.

Ziel ist es, Produktkonzepte frühzeitig zu validieren und Neues auszuprobieren. Mit innosure.me bekommen wir unmittelbares Kundenfeedback zu neuen Produkten.

Ihr Chief Digital Officer erläutert, dass es einen Markt dafür gebe. Wie hoch ist die Nachfrage bislang?

Der Markt ist abhängig von den Produkten. Aktuell schauen wir nicht auf absolute Zahlen, sondern auf Conversions – sprich wie viele Kunden bekommen wir zu welchen Kosten auf unsere Webseite und wie viele kaufen ein Produkt. Wir möchten damit erster Linie Erkenntnisse zur Marktfähigkeit erhalten.

Welche Aktivitäten zur Vermarktung hat ERGO für diese speziellen Policen unternommen: Geht es über den klassischen Vertrieb? Wird nur Onlinewerbung eingesetzt? Haben Sie ganz andere Maßnahmen unternommen?

Wir benutzen verschiedene Vermarktungsarten, insbesondere SEA und SEO, aber auch andere vom Produkt abhängige Kanäle wie z.B. ausgewählte Vertriebspartner oder Social Media Kampagnen.

Welche Aussagekraft besitzen die Zahlen von Google Werbeanzeigen über die tatsächliche Akzeptanz in der breiten Masse?

Über den Suchtraffic sehen wir wie groß das Online-Interesse für gewisse Themen ist. Das gibt uns eine Indikation für diesen Kanal.

Herr Klein, Ihr CDO, erläutert, dass maximal 1.000 Verträge / Produkt geschlossen werden können. Was passiert mit den Kunden und ihren Verträgen nach Abschluss der Testphase?

Die Verträge bleiben innerhalb ihrer Laufzeit bestehen. Bei unseren Produkten handelt es sich aktuell um Jahrespolicen bzw. Verträge, die an ein spezielles Event gebunden sind.

So wird für diese Produkte kein Bestand mit langen Vertragslaufzeiten aufgebaut. Bei Erfolg bauen wir das Produkt bei nexible oder ERGO nach und bieten es auf den jeweiliegen Plattformen an.

Wie sind die Policen und ihre Risiken kalkuliert?

Alle unsere Produkte durchlaufen einen Produktentwicklungsprozess, in dem alle wichtigen Komponenten für das Produkt erzeugt und geprüft werden. Dazu gehört auch die aktuarielle Berechnung der Risiken, die im Zuge der Produktentwicklung – wie auch für jedes andere Produkt der ERGO Direkt Versicherung AG – vorgenommen wird.

Die W&W hat vor einigen Jahren einen ähnlichen Versuch gestartet, indem Unfallversiche-rungen am Skilift verkauft wurden. Die Bayerische wird zur Wiesn wieder ihre Kurzzeitversicherung auflegen.

Wie passt die Initiative der ERGO dazu: Handelt es sich um einen SpinOff oder stehen dahinter ganz andere Überlegungen?

Wenn die Intention hinter den genannten Beispielen das Verproben der Produkte für eine Skalierung war, dann geht es in die gleiche Richtung. Allerdings geht unser Produktportfolio über Kurzzeitversicherungen als Derivat von bestehenden Produkten hinaus.

 

Foto: ERGO

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