29. Oktober 2019, 10:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BaFin will Lebensversicherer und Pensionskassen stärker kontrollieren

Die neuerliche Zinssenkung und die Dauerniedrigzinsphase ruft die BaFin auf den Plan. Auf der diesjährigen Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht im im World Conference Center Bonn kündigte BaFin-Exekutivdirektor Frank Grund an, Lebensversicherer und Pensionskassen stärker unter die Lupe zu nehmen.

Grund Bafin in BaFin will Lebensversicherer und Pensionskassen stärker kontrollieren

Frank Grund, BaFin-Exekutivdirektor, will, dass seine Behörde bei den Lebensversicherern und Pensionkassen noch genauer hinschaut.

„Die Situation der Lebensversicherer und Pensionskassen erfordert, dass wir unsere Kontrolle verstärken“, sagt BaFin-Exekutivdirektor Dr. Frank Grund in seiner Eröffnungsrede zur heutigen Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht. „Wir sind dem Schutz der Versicherungsnehmer und Versorgungsberechtigten verpflichtet“, betont Grund vor 450 Gästen der mittlerweile neunten Branchenveranstaltung. Dieses Mandat sei ein Auftrag, „auf die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu achten“.

Die Niedrigzinsphase fordere die Versicherer besonders heraus, sagt Grund in seiner Rede. Die jüngste Zinssenkung habe diese Herausforderung noch einmal vergrößert. Vor diesem Hintergrund ermutigt Grund die Unternehmen, „nicht zu lamentieren, sondern die Realität zu akzeptieren und sich auf die aktuelle Zinssituation bestmöglich einzustellen“.

Viele Lebensversicherer hätten dies auch gemacht und beispielsweise ihre Kosten gesenkt, ihre Eigenmittel gestärkt oder die Überschussbeteiligung reduziert. „Weiter so“, bestärkt Grund diese Versicherer. Grund widmet sich in seiner Rede außerdem dem laufenden Solvency-II-Review, bei dem auch die Kapitalanforderungen an die Lebensversicherer auf dem Prüfstand stehen.

Er betont, dass neue Regeln einerseits die Risiken ökonomisch richtig abbilden müssten, andererseits aber keine zu große Belastung für die Unternehmen darstellen dürften. Darüber hinaus sei ihm „wichtig, dass der Review risikoarme Versicherer bei den quantitativen Meldepflichten entlastet und dass qualitative Berichte noch adressatengerechter werden“. (dr)

Foto: BaFin

1 Kommentar

  1. dafür scheint es Antworten zu geben. Wenn ein Makler seiner Holschuld nachkommt, hingegen nicht. warum ist das so Herr Grund?

    Kommentar von frank Dietrich — 30. Oktober 2019 @ 15:27

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Negativzinsen: Mehr als 300 Banken und Sparkassen erheben Strafzinsen auf Einlagen

Die Negativzins-Welle, die im Moment auf Sparer zurollt, hat in den vergangenen Wochen deutlich an Dynamik gewonnen. Allein im Oktober haben bislang mehr als 20 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt für private Einlagen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto eingeführt. Seit Jahresanfang sind rund 150 Geldhäuser diesem Schritt gefolgt.

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...