Oliver Suhre (Monuta): E-Scooter als Chance begreifen

Die Debatte um E-Scooter wird auf mehreren Ebenen geführt. Im Fokus steht derzeit die Frage, wie sich Nutzer von elektronisch angetriebenen Rollern zu anderen Verkehrsteilnehmern verhalten. Während einige Versicherer mit gutem Beispiel voran gehen, zögern Andere. Oliver Suhre sieht die Branche in der Pflicht.

Oliver Suhre ist seit Anfang September neuer Geschäftsführer der Monuta Versicherungen in Deutschland

Deutsche Versicherer begegnen technischen Neuerungen skeptisch. Das zeigt die aktuelle Debatte über die baldige Einführung von e-Scootern. Dabei bieten gerade Innovationen wie diese Potenzial:

Die Gesellschaft untersteht derzeit einem großen technischen und digitalen Wandel. Mit ihm treten nicht nur unabwendbare Gefahren auf, sondern Chancen, sich aktiv an dem Diskurs zu beteiligen und Klienten über neue Risiken umfassend zu beraten und ihnen Sicherheit im Wandel zu bieten.

Mehr Offenheit statt Zweifel

In einem Exklusiv-Statement für das DUB UNTERNEHMER-Magazin wünscht sich Suhre eine offenere Diskussionskultur über neue Konzepte und nachhaltige Lösungen.

„Ich halte es für extrem rückwärtsgewandt, die Entwicklung von e-Scootern zu so einem frühen Zeitpunkt zu blockieren. Wir stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen, gerade auch in Bereichen der Mobilität, Verkehr und Klimaschutz und wir benötigen eine tiefgreifende Diskussion über neue Konzepte und nachhaltige Lösungen.“, so Suhre gegenüber DUB.

Weiterhin wünscht sich der Generalbevollmächtigte von der Branche mehr Offenheit: „Ich wünsche mir auch von den Versicherern, dass wir nicht nur die Gefahren neuer Technologien sorgfältig diskutieren, sondern auch die Chancen, die sie uns bieten. Wenn wir den Verkehr in den Innenstädten und mit ihm Unfallgefahren und Umweltbelastungen reduzieren wollen, dann müssen wir auch bereit sein, Innovationen zuzulassen und dürfen nicht voreilig nur auf mögliche Risiken schauen“, zitiert das DUB Oliver Suhre.

 

Aufgabe sei es, eine sichere Basis zu schaffen

Kernaufgabe der Versicherung sei es seit jeher gewesen, so Suhre weiter, die Risiken zu begrenzen. Eben dies sei auch bei der Frage von E-Scootern nötig. So belegt eine jüngst veröffentlichte Studie die Gefahren bei der Nutzung von elektronisch angetriebenen Rollern. Besonders gefährdet sich Nutzer bereits bei ihrer ersten Fahrt. Dies gilt es nun – auch im Hinblick auf die Frage der Straßenzulassung von E-Rollern – zu versichern. 

 

Foto: Pressebild Monuta

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