21. Februar 2019, 12:10
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Reform in Sicht: Wandel der Pflegeversicherung in eine Teilkaskoversicherung?

Die derzeitigen Kosten für Pflegeleistungen sind so hoch wie noch nie. Dennoch steigen sie stetig weiter und treiben viele Pflegebedürftige in die Sozialhilfe. Hamburg spricht sich nun für eine Reform aus. Was dies bedeutet und warum sich nun dringend etwas ändern muss.

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“Über 20 Jahre nach der Einführung der Pflegeversicherung ist es an der Zeit, das Verhältnis von Eigenverantwortung und Solidarität neu auszubalancieren”, betonte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Die Kosten für Pflegeleistungen müssen erheblich gesenkt werden, sodass beispielsweise Heimbewohner ihren Eigenanteil wieder selbst aufbringen können. Der Senat der Hansestadt Hamburg, bestehend aus SPD und  Bündnis 90/ Die Grünen strebt nun an, eine neue Gesetzesinitiative in den Bundesrat bezüglich einer kulanteren Lösung der Pflegeversicherung einzubringen.

Umkehrung der Prinzipien

Die bisher gewährten Leistungen einer Pflegeversicherung richten sich nach der Bedürftigkeit der Versicherungsnehmer, alle Kosten, die eine Differenz darstellen muss dieser selbst tragen. In Zukunft soll sich dieses System umkehren, ein fester Eigenanteil verhandelt werden und alle anderen Kosten, sich nach dem Bedarf richtend, von der Versicherung und vom Staat übernommen werden. “Wir wollen auf diese Weise aus der Pflegeversicherung eine echte Teilkaskoversicherung machen, indem wir dafür sorgen, dass das Risiko steigender Kosten vom Versicherten auf die Pflegeversicherung übergeht”, erklärte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks das ausgearbeitete Konzept.

Hohe Kosten halten sich hartnäckig

Zwar hat sich in Sachen Pflegeverbesserung in der letzen Zeit etwas getan, allerdings stiegen auch die Eigenanteilskosten erheblich; der aktuelle Bundesdurchschnitt liegt bei 618 Euro, ausgenommen sind Kosten für Unterkunft und Verpflegung. 37 Prozent der Heimanwohner müssen aufgrund solcher Zahlen bereits auf Sozialhilfe zurückgreifen, drei Prozent machen diesen Anteil in der ambulanten Pflege aus. Eine Reform ist dringend nötig, da eine erneute Steigung der Kosten des Eigenanteils durch die Finanzierung von Pflegekräften oder deren Ausbildung zu erwarten ist.

Seite zwei: Neue Struktur von Alten- und Krankenpflege

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