16. Januar 2019, 11:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Pflege muss noch teurer werden

Wie eine aktuelle Untersuchung der Bertelsmann Stiftung zeigt, wird der Beitragssatz der Pflegeversicherung innerhalb der kommenden Jahrzehnte deutlich ansteigen müssen. Nur so sei die stark wachsende Zahl Pflegebedürftiger zu bewältigen.

Studie: Pflege ist nicht nachhaltig gesichert

Bis zum Jahr 2045 werden etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland Pflege benötigen.

Laut Bertelsmann Stiftung muss der Beitragssatz bis 2045 von 3,05 auf 4,25 Prozent steigen. Das wären für ein heutiges Durchschnittseinkommen fast 550 Euro mehr im Jahr, wie die Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mitteilte.

Dabei ist schon eingerechnet, dass es mehr Pflegekräfte geben soll und diese auch besser als heute bezahlt werden sollen. Bereits Anfang 2019 war der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte angehoben worden.

Fachkräftemangel könnte sich verschärfen

Bis 2022 dürfte das Geld somit auch reichen. Doch ab 2025 wachsen die Ausgaben laut der Prognos-Erhebung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung weiter, ohne dass die Einnahmen entsprechend in die Höhe gehen.

In ihrer Analyse gehen die Forscher davon aus, dass bis zum Jahr 2045 fünf Millionen Menschen in Deutschland Pflege benötigen werden. Im Jahr 2017 waren es 3,3 Millionen Hilfsbedürftige. Die “Süddeutsche Zeitung” hatte zuerst über die Studie berichtet.

Studienleiter Stefan Etgeton sagte laut einer Mitteilung: “Zur nachhaltigen Sicherung der Pflege bedarf es zusätzlicher Maßnahmen.” Er habe vor allem die Sorge, “dass die für die Versorgung in der Altenpflege benötigten Fachkräfte nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen”.

Seite zwei: Schlechte Stimmung in der Branche

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Feinschliff: Basler überarbeitet BU-Versicherung

Die Basler hat ihre Berufsunfähigkeitsversicherung in zahlreichen Details überarbeitet und verbessert. Man wolle bei Preis und Leistung ganz vorne mitspielen sowie Kunden und Vertriebspartner begeistern, lautet die Ansage des Versicherers.

mehr ...

Immobilien

Deutsche halten Wohneigentum durch Corona für attraktiver

Wohneigentum liegt im Trend – auch in turbulenten und ungewissen Zeiten. Für die Mehrheit der Befragten einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Fortis AG gewinnt Wohneigentum in Anbetracht der Corona-Pandemie und ihrer möglichen wirtschaftlichen Folgen zusätzlich an Attraktivität.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Konjunktur: Corona sorgt für katastrophalen Einbruch

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft seit vielen Wochen fest im Griff und sorgt für einen historischen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2020 um neun Prozent zurückgehen, zeigt die neue IW-Konjunkturprognose. Erst im dritten Quartal 2021 wird das Niveau des vergangenen Jahres wieder erreicht – vorausgesetzt, dass es keinen erneuten globalen Schock geben wird. Ein Beitrag von Prof. Dr. Michael Hüther Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW).

mehr ...

Berater

Kein Start der Grundrente ab Januar kommenden Jahres?

Wegen des hohen Verwaltungsaufwands hält die Deutsche Rentenversicherung einen Start der Grundrente im Januar 2021 für unrealistisch.

mehr ...

Sachwertanlagen

Reconcept: Viel Wind in Deutschland und Finnland

Die Reconcept Gruppe, Asset Manager und Anbieter ökologischer Kapitalanlagen, weist für das erste Quartal 2020 auf sehr gute Ergebnisse für ihre Windenergie-Investoren hin. Insgesamt sieht sich das Unternehmen im Branchentrend der Vermögensanlagen (inklusive andere Assetklassen).

mehr ...

Recht

Studie zur Grundsteuer: Bundesgesetz verstößt gegen die Verfassung

Das Gesetz zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts verletzt nach Ansicht von Prof. Gregor Kirchhof, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Finanzrecht und Steuerrecht und Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Steuerrecht an der Universität Augsburg, das Grundgesetz. Die Gründe

mehr ...