9. September 2019, 08:30
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Swiss Re erwartet keine Prämienerhöhungen auf breiter Front

Die Swiss Re rechnet trotz der herben Zerstörungen durch Wirbelsturm “Dorian” nicht generell mit steigenden Preisen für Rückversicherungsschutz. Woher diese Zuversicht resultiert.

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Bei der Vertragserneuerung mit Erstversicherern wie der Allianz oder Axa dürften die Rückversicherer ihre Preise zwar in von hohen Schäden betroffenen Segmenten anheben können, teilte der Rivale der deutschen Konzerne Munich Re und Hannover Rück am Sonntag beim jährlichen Branchentreffen in Monte Carlo mit. In anderen Bereichen dürfte das Prämienniveau allerdings stagnieren.

Fitch geht davon aus, dass die Schäden maximal 10 Milliarden Euro betragen

Die derzeit laufende Hurrikan-Saison in der Karibik und den Vereinigten Staaten zeige, dass die Prämien die übernommenen Risiken angemessen reflektieren müssten, hieß es in der Mitteilung des Schweizer Konzerns.

“Dorian” hatte als Hurrikan vor einigen Tagen schwere Zerstörungen auf den Bahamas hinterlassen, war mit geringerer Windstärke über einen Teil der US-Ostküste gezogen und traf am Samstagabend als posttropischer Zyklon in Kanada auf Land.

Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden in der Karibik auf 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar. Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass die Versicherungsbranche auch für die gesamten Schäden durch “Dorian” nicht mehr als 10 Milliarden Dollar bezahlen muss.

Verhandlungen über Preise und Bedingungen für 2020

Die Schäden in den USA würden voraussichtlich stärker von Erstversicherern getragen, sagte Fitch-Analyst Brian Schneider am Sonntag. Rückversicherer müssten auf den Bahamas einen größeren Anteil tragen, wo “Dorian” noch mit Hurrikanstärke getobt hatte.

Seit diesem Wochenende sprechen Rückversicherer wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück in Monte Carlo mit ihren Kunden sowie Maklern wie Aon und Guy Carpenter über die Preise und Bedingungen für die Vertragserneuerung zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Die Branche sitzt trotz hoher Naturkatastrophen-Schäden in den Jahren 2017 und 2018 auf einem komfortablen Kapitalpolster. Dadurch gibt es ein hohes Angebot an Rückversicherungsschutz, die Nachfrage hält dabei nicht mit. Dies verhindert Preiserhöhungen auf breiter Front. (dpa/AFX)

 

Foto: Shutterstock

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