6. April 2020, 14:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Blau Direkt steigert Umsatz dank Digitalisierung

Die aktuellen Kontaktverbote führen bereits in vielen Fällen zu Umsatzverlusten. Der Lübecker Maklerpool Blau Direkt meldet auf aufgrund der vielfältigen Nutzung digitaler Tools einen gegenläufigen Trend.

Oliver Pradetto in Blau Direkt steigert Umsatz dank Digitalisierung

Oliver Pradetto, Blau direkt

In Deutschland besteht seit Tagen ein Kontaktverbot. Obwohl Termine zu zweit ausdrücklich nicht vom Kontaktverbot erfasst sind, zeigen sich viele Kunden verunsichert und sagen Termine lieber ab. In der Folge verlieren Makler Geschäftsabschlüsse und ihre Umsätze leiden. Vor allem traditionell arbeitende Makler erleiden bereits jetzt teils schwere Einbußen. Was des einen Leid, ist des anderen Freud. So gibt es durchaus Kollegen, die die aktuelle Entwicklung positiv sehen.

„Die Menschen kommen praktisch nicht mehr aus dem Haus, alle Freizeitaktivitäten sind eingestellt. Das bedeutet, man erreicht sie jetzt viel leichter. Außerdem haben sie jetzt viel mehr Zeit, eine beabsichtigte, aber oft lange aufgeschobene Prüfung ihrer Versicherungen und Finanzen vorzunehmen“, berichtet Nicolas Kocher, Geschäftsführer von Königswege, der mit 23 Millionen Euro Bewertungssumme im Bereich Lebensversicherung allein im März gerade einen neuen Umsatzrekord mit seiner Firma feiert.

Bildschirmfoto-2020-04-06-um-14 20 13 in Blau Direkt steigert Umsatz dank Digitalisierung

Nicolas Kocher, Königswege

Es leiden vor allem Makler, die bislang an einer traditionellen Arbeitsweise festhielten. In der Überzeugung Kunden bevorzugten Gespräche Auge in Auge, lehnten Sie oft eine Befassung mit modernen Instrumentarien, wie KundenApps oder Onlineberatungssoftware, ab. Das rächt sich nun. Ihre digitaler aufgestellten Kollegen nutzen den Freiraum, den die Corona-Krise eröffnet, haben Online-Termine in Serie und gewinnen neue Kunden hinzu.

So passt es denn zu dem Trend, dass auch Blau Direkt inmitten der Krise Umsatzrekorde meldet. Der Lübecker Pool positioniert sich bereits seit Längerem als Technologiemarktführer unter den Pools. Entsprechend weht die Krise den Kollegen einen kräftigen Wind unter die Flügel. Im März feiert der Pool das aktuell beste monatliche Ergebnis im Lebensversicherungsgeschäft, mit bisher 98,33 % Umsatzsteigerung, gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei seien die Umsätze der dazugewonnenen Kooperationen mit Wifo und inpunkto noch nicht einmal enthalten, wie der Maklerpool berichtet. Auch in den Sparten Krankenversicherung (+26 %), Kfz (+67,2 %), Komposit (+3,58 %), Gewerbe (+52,51 %) seien deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

„Trotz des Erfolges sehen wir uns erst am Anfang der Krise“, betont Oliver Pradetto COO des Maklerpools. „Wenn die Krise in den Portemonnaies der Masse ankommt, werden zweifellos auch für Digitalmakler die Neuverkäufe schwerer werden. Da darf man sich keinen Illusionen hingeben. Doch auch dann haben technologiegetriebene Makler einen Vorteil, sie können über Nacht Personalkosten in Größenordnungen einsparen.“ Digitaltechnologie sei in Krisenzeiten nicht nur flexibler für den Vertrieb, sondern mache effizienter, redundanter und skalierbarer. Wer jetzt reagiere, könne das schlimmste vielleicht noch abwenden. „Sind die Umsätze erst eingebrochen und die Stornowellen klammer Kunden im Betrieb angekommen, ist es vielleicht zu spät, um die nötigen Veränderungen vornehmen zu können.“

Foto: Blau Direkt

Ihre Meinung



 

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Silberhandelsvolumen schlägt Gold zum ersten Mal

Das Silberhandelsvolumen auf der Online-Handelsplattform BullionVault hat während der letzten 90 Tage 102,1% des Goldhandelsvolumens ausgemacht. Noch nie zuvor hatte der Silberhandel den Wert des gehandelten Goldvolumens überholt.

mehr ...

Berater

Genossenschaftsbanken wehren sich gegen Check24

Das Vermittlungsportal Check24 hat wegen seines Einstiegs ins Bankgeschäft Ärger mit Volks- und Genossenschaftsbanken. Der Verband der Sparda-Banken und der bayerische Genossenschaftsverband (GVB) fordern die Bundesregierung zum Einschreiten auf, weil sie einen Interessenkonflikt sehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

 Pfandkredit: Das schnelle Geld aus dem Pfandleihhaus 

Laut dem Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes (ZdP) werden jährlich über 630 Millionen Euro an Krediten von rund 250 Mitgliedsbetrieben ausbezahlt. Die etwa eine Million Kunden, die diese unbürokratischen Blitz-Kredite nutzen, kommen aus allen Schichten. In Corona-Zeiten boomt das Geschäft mit Pfandkrediten. Für wen sich eine Pfandleihe lohnt?

mehr ...