24. März 2020, 17:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

 Corona-Trickbetrug auf dem Vormarsch! 

Zunächst warnte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Inzwischen gibt es bundesweit Nachahmer. Kriminelle überlisten insbesondere ältere Menschen und machen sich dabei die allgemein herrschende Angst und Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu Nutze. Rechtsexperten der Arag warnen vor einem alten Trick in neuem Gewand.

Enkeltrick 1625446609-1 in  Corona-Trickbetrug auf dem Vormarsch! 

„Eine besonders abstoßende und niederträchtige Vorgehensweise skrupelloser Krimineller“, so bezeichnet der Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, das aktuelle Vorgehen. Dabei melden sich die Trickbetrüger telefonisch bei meist älteren Personen und behaupten, sie seien mit dem Coronavirus infiziert und bräuchten nun Geld für die Behandlung, was ein Freund abholen würde.

Die Telefon-Masche

Eine andere Variante ist ein bereits bekannter Trick: Angeblich ist ein Enkel oder sonstiger Angehöriger erkrankt und benötigt nun finanzielle Unterstützung für die Behandlung. Die ARAG Experten raten, sich auf keinen Fall dazu verleiten zu lassen, den Namen seines Enkels am Telefon auszuplaudern, sondern den Anrufer aufzufordern, selbst den Namen des Angehörigen zu nennen, um den es geht.

Wer unsicher ist, ob es sich nicht doch um einen Verwandten handelt, sollte nach Ereignissen oder Dingen fragen, die nur der echte Verwandte kennen kann. Helfen kann auch, den Anrufer um seine Telefonnummer zu bitten und aufzulegen. Dann können Betroffene sie in Ruhe mit der ihnen bekannten Telefonnummer ihres Verwandten vergleichen und dort am besten gleich anrufen.

Die Online-Masche
Auch Fake-Shops im Internet haben laut Landeskriminalamt Baden-Württemberg Hochkonjunktur und machen sich die Angst um eine Corona-Infektion zu eigen. Hier werden Desinfektionsmittel, Atemschutzmasken oder Einmalhandschuhe angeboten, die auf dem freien Markt seit Wochen nicht mehr oder schwer erhältlich sind.

Die Kunden müssen in Vorkasse gehen, doch die Ware kommt nie an. Oder aber die Ware wird zu unmoralisch hohen Preisen verkauft. Nach Auskunft der Arag-Experten kann man Fake-Shops oft am fehlenden oder fehlerhaften Impressum erkennen oder weil dort keine seriösen, gängigen Bezahldienste angeboten werden. Fehlt die Möglichkeit, auf Rechnung zu kaufen empfehlen die Experten, die Finger davon zu lassen. (dr)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Betriebsschließungsversicherung: Zeit für unkonventionelle Lösungen?

Das Betriebsschließungen und entsprechende Versicherungen dagegen sind in Corona-Zeiten ein sehr heißes Eisen, wie ein Interview von Dietmar Diegel, Vorstand der CHARTA AG in Düsseldorf zeigt.

mehr ...

Immobilien

Deutsche Bank: Coronakrise drückt vorübergehend Immobilienpreise

Die Deutsche Bank rechnet mit vorübergehend sinkenden Immobilienpreisen wegen der Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr dürfte ein heftiger Wirtschaftseinbruch den deutschen Immobilienmarkt erfassen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

mehr ...

Investmentfonds

Geldpolitische Maßnahmen unterstützen Dax-Entwicklung

Ein Marktkommentar von Dr. Manfred Schlumberger, Leiter Portfoliomanagement Star Capital, zu den Perspektiven der Märkte vor dem Hintergrund der Maßnahmen der Notenbanken und über die Positionierung der eigenen Produkte.

mehr ...

Berater

Schroeder-Wildberg übernimmt MLP-Aktienpaket

MLP-Vorstandschef Dr. Uwe Schroeder-Wildberg erwirbt 1,95 Millionen Aktien an der MLP SE von der Gründerfamilie Lautenschläger. Nach Vollzug der Transaktion wird er insgesamt 1,86 Prozent der Aktien halten, die Familie Lautenschläger verfügt dann über einen Anteil von rund 27,4 Prozent.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL kauft 178 Wohnungen in Wiesbaden

Die KGAL Investment Management hat für den von ihr verwalteten Spezialfonds KGAL/HI Wohnen Core 2 im Rahmen eines Asset Deals die im Jahr 2017 fertiggestellte Wohnanlage “Rheingold” in Wiesbaden-Schierstein erworben.

mehr ...

Recht

Coronavirus: Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern

Muss ich ins Büro, wenn der Kollege hustet? Wie muss mich mein Arbeitgeber vor dem Coronavirus schützen? Was ist, wenn ich nicht ins Büro komme, weil Bus und Bahn nicht mehr fahren? Muss ich meinem Chef meine Handynummer geben, wenn er mich ins Home-Office schickt? Darf ich mich weigern, zu Hause zu arbeiten? Muss ich Überstunden wegen der Corona-Krise machen? Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich in Quarantäne geschickt werde? Fragen über Fragen, die sich in einer sehr besonderen Zeit wohl jeder Arbeitnehmer früher oder später stellt. Die Arag-Experten gaben Antworten.

mehr ...