VHV zieht erfolgreiche Bilanz für 2019

Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV Gruppe

Die VHV hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Plus von 5,2 Prozent bei den Versicherungsverträgen und 2,9 Prozent bei den Beiträgen abgeschlossen. Die Versicherungsgruppe erzielte einen Jahresüberschuss von 277,3 Millionen Euro vor Steuern. Nach Steuern und Substanz stärkenden Maßnahmen lag der Überschuss noch bei 191, 8 Millionen Euro.

Die VHV hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Plus von 5,2 Prozent bei den Versicherungsverträgen und 2,9 Prozent bei den Beiträgen abgeschlossen. Die Versicherungsgruppe erzielte einen Jahresüberschuss von 277,3 Millionen Euro vor Steuern. Nach Steuern und Substanz stärkenden Maßnahmen lag der Überschuss noch bei 191, 8 Millionen Euro.

Zugleich konnte die Gruppe ihre Vertragszahlen und Bruttobeiträge auf Konzernebene sowie in seinen beiden Kerngeschäftsfeldern, dem Leben- und Kompositgeschäft, weiter steigern. In beiden Bereichen hat das Unternehmen wichtige Zwischenziele in seiner Transformation hin zu einem digitalen Versicherungsunternehmen im Rahmen der geplanten Zeitabläufe, Budgets und Performances erreicht und unter anderem ein neues, umfassendes webbasiertes Maklerverwaltungsprogramm erfolgreich etabliert.

Trotz weiter stark steigendem Wettbewerbsdruck, weiter erhöhter Aufwendungen durch unverändert zunehmende Regulierung sowie den unverändert anhaltenden Auswirkungen der Niedrigzinspolitik, konnte der Versicherer bei den wesentlichen Kennziffern zum Teil deutlich zulegen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschaftete der Komposit-Bereich erneut ein marktüberdurchschnittliches Vertrags- und Beitragswachstum. Als Spezialversicherer der Bauwirtschaft profitierte die VHV von ihrer ausgewiesenen Kompetenz bei einer unverändert starken Baukonjunktur.

Auch im insgesamt schwierigen Leben-Bereich konnte das Unternehmen seinen Vertragsbestand und seine Beitragseinnahmen weiter ausbauen und erzielte im Neugeschäft mit seinen Risikolebensversicherungen erneut ein deutliches Wachstum. Dabei trugen die effizienten Strukturen, die niedrigen Kostenquoten und eine hohe Kundenzufriedenheit zum guten Ergebnis bei.

Auf Gruppenebene stieg die Zahl der Versicherungsverträge um 5,2 Prozent auf 11,32 Millionen Stück (Vorjahr: 10,76 Millionen Stück) und die verdienten Beiträge um 2,9 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,15 Milliarden Euro).

Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 16,52 Milliarden Euro (Vj.: 16,26 Mrd.), das Kapitalanlageergebnis ging mit 504,7 Millionen Euro (Vj.: 554,5 Mio.) deutlich zurück. Nach Unternehmensangaben ein Resultat der Niedrigzinsphase. Die haftenden Eigenmittel (inklusive Schwankungsrückstellungen) konnten um rund 210 Millionen Euro bzw. 8,3 Prozent auf 2,72 Milliarden Euro (Vj.: 2,51 Mrd.) erhöht werden.

Im Bereich der Kompositversicherung (VHV Allgemeine Versicherung AG und VAV AG, Wien) konnte die VHV Gruppe die Stückzahl ihrer Versicherungsverträge um 5,4 Prozent auf 10,27 Millionen Verträge (Vj.: 9,74 Mio.) und ihre Profitabilität weiter ausbauen. Die Beitragseinnahme stieg um 3,6 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro (Vj.: 2,15 Mrd.).

Die positive Entwicklung des Kompositgeschäftes wurde maßgeblich durch die VHV Allgemeine Versicherung AG geprägt. Sie konnte ihren Vertragsbestand um 5,3 Prozent auf 9,87 Millionen Stück (Vj.: 9,37 Mio. Stück) ausbauen und ihre Beitragseinnahmen um 3,2 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro (Vj.: 2,06 Mrd.) steigern.

In der größten Sparte des Unternehmens, der Kfz-Versicherung, erhöhte sich die Zahl der Verträge um 6,6 Prozent auf 7,13 Millionen Verträge (Vj.: 6,69 Mio.) und der verdiente Beitrag um 3,9 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro (Vj.: 1,38 Mrd.). Die Geschäftsjahresschadenquote der VHV Allgemeine Versicherung AG im selbst abgeschlossenen Geschäft betrug 82,4 Prozent (Vj.: 80,5 Prozent). Die Combined Ratio des Unternehmens betrug 90,4 Prozent (Vj.: 91,2 Prozent).

Im Leben-Geschäft der Hannoversche Lebensversicherung AG stiegen die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 1,013,9 Milliarden Euro (Vj.: 998,4 Mio.), die Anzahl der Verträge stieg um 2,7 Prozent auf 1.048,3 Tausend Verträge (Vj.: 1.021,2 Tsd.). Die Verwaltungskostenquote der Hannoverschen Leben betrug 1,29 Prozent (Vj.: 1,34 Prozent), die Abschlusskostenquote blieb unverändert bei  3,9 Prozent.

Die Stornoquoten für die VHV-Tochter liegen bei 1,9 Prozent (Vj.: 1,9 Prozent). Ingesamt hat das Unternehmen einen Kapitalanlagenbestand von 10,57 Milliarden Euro verwaltet (Vj.: 10,66 Mrd.).

Ausblick 2020

„2019 war für die VHV Gruppe erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Auch wenn wir knapp unter unserem Rekordergebnis von 2018 lagen, konnten wir unsere bereits sehr ambitionierten Ziele deutlich übertreffen, Marktanteile und Neukunden gewinnen und haben ein überzeugendes Ergebnis erwirtschaftet. Dies ist das Verdienst aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu Recht umfangreich von den guten Zahlen partizipieren“, sagt Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV Gruppe. 

„Angesichts der aktuellen Corona-Krise stammen diese Zahlen allerdings aus einer sozusagen zurückliegenden Welt. Corona hat vieles verändert, und wir mussten uns schnell und gründlich darauf einstellen.

Auf Grund der frühzeitigen und umfassenden Investitionen in unsere Digitalisierung konnten wir unseren operativen Geschäftsbetrieb relativ schnell auf digitale mobile Arbeitsplätze im Homeoffice umstellen und so ohne große Produktivitätseinbußen für unsere Kunden da sein. 

Laut Reuter sei das erste Quartal 2020 sehr positiv verlaufen. Gleichwohl könne niemand die weitere Entwicklung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen heute seriös einschätzen. Das Unternehmen sieht der Vorstandsvorsitzende sehr gut aufgestellt. (dr)

Foto: VHV

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