Grundfähigkeiten: Marktstandards der Tarife auf hohem Niveau und in starker Bewegung

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Im Rahmen der erstmaligen Untersuchung Marktstandards in der GF hat infinma 67 Tarife der Grundfähigkeitsversicherung analysiert.

Bereits seit dem Jahr 2011 veröffentlicht das Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH (Infinma), Köln, regelmäßig die sogenannten Marktstandards in der Berufsunfähigkeitsversicherung und gibt damit sowohl Vermittlern und Maklern, aber auch Versicherern wichtige Informationen über die am Markt üblichen und verbreiteten Regelungen in den BU-Bedingungen.

Zahl der Anbieter gestiegen

Erstmals haben die Analysten von Infinma nun die Marktstandards für die Grundfähigkeitsversicherung (GF) ermittelt. Untersucht wurden die Tarife von 26 Anbietern in dem stark wachsenden Segment. 2016 waren es gerade sechs Gesellschaften, die eine GF angeboten haben.

Stephan Franz, bei Infinma für die Grundfähigkeitsabsicherungen zuständig, begründete dies: „Zum einen wollen wir natürlich der wachsenden Verbreitung und Bedeutung der Grundfähigkeitsversicherung Rechnung tragen. Zum anderen kommen wir aber auch den Wünschen von Versicherern und Maklern nach.“

Analyse wichtiger Qualitätsmerkmale

Im Rahmen der Marktstandards in der GF werden wichtige Qualitätsmerkmale aus den Versicherungsbedingungen analysiert. Derzeit werten die Analysten zu insgesamt 17 Kriterien aus, welche ganz konkreten Ausprägungen es in den Bedingungen tatsächlich gibt. Das Vorkommen dieser Ausprägungen wird dann gezählt, und diejenige Ausprägung, die am häufigsten vorkommt, definiert den Marktstandard im Sinne einer „marktüblichen Durchschnittsregelung“.

Wie üblich vergibt Infinma kostenlose Zertifikate für die Produkte, die in allen 17 Kriterien gleichzeitig den Marktstandard mindestens erreichen oder diesen übertreffen.

Tarife sind schnell gut geworden

„Die Produkte in der GF haben recht schnell ein vergleichsweise hohes qualitatives Niveau erreicht. Der grundsätzliche starke Wettbewerb im Bereich der Arbeitskraftabsicherung hat sich auch vorteilhaft auf die GF ausgewirkt. So ist bspw. in nur kurzer Zeit der verkürzte Prognosezeitraum von sechs Monaten zum Marktstandard geworden.“, kommentierte Dr. Jörg Schulz, Geschäftsführer bei Infinma, die aktuellen Ergebnisse.

„Schon jetzt ist auch zu erkennen, dass sich die Marktstandards sehr dynamisch entwickeln und es wahrscheinlich schon beim nächsten Update Änderungen am Standard geben wird.“

Die Themenschwerpunkte

„Themenschwerpunkte bei der Weiterentwicklung der Produkte sind beispielsweise die Verlängerungsoption, Nachversicherungsmöglichkeiten mit und ohne Anlass oder Zusatzleistungen bei Schweren Krankheiten“, ergänzte Franz.

Zum Verfahren und zur Funktionsweise der Marktstandards führte Franz aus: „Wir haben selber – anders als beispielsweise bei Ratings oder anderen Bewertungsverfahren – keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Damit ist unser Verfahren besonders transparent. Der Verzicht auf eine Gewichtung von Kriterien führt zudem dazu, dass es keine Bevormundung der Nutzer des Verfahrens gibt. Wir maßen uns eben gerade nicht an, beurteilen zu können, dass eine bestimmte Produkteigenschaft umso und so viel Rating-Punkte wertvoller ist als ein anderes Kriterium.“

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