Talanx hebt Gewinnziel für 2021 trotz Hochwasserschäden an

Foto: Talanx
Vorstandschef Torsten Leue

Der Versicherungskonzern Talanx (HDI) rechnet trotz hoher Schäden durch die Hochwasserkatastrophe in Europa mit mehr Gewinn im laufenden Jahr. Vorstandschef Torsten Leue rechnet jetzt mit einem Überschuss von 900 bis 950 Millionen Euro, wie der im SDax gelistete Versicherer am Mittwoch in Hannover mitteilte.

Zuletzt hatte der Manager bis zu 900 Millionen angepeilt. Analysten gingen im Schnitt sogar von fast einer Milliarde Euro aus. Im zweiten Quartal verdiente Talanx unter dem Strich 269 Millionen Euro, gut zweieinhalb Mal so viel wie im coronageprägten Vorjahreszeitraum.

Infolge der Hochwasserkatastrophe in Deutschland und mehreren Nachbarländern im Juli dürfte der Konzern nach eigener Schätzung Schäden in Höhe von mindestens 600 Millionen Euro zu begleichen haben. Weil er einen Großteil des Risikos bei anderen Unternehmen rückversichert hat, muss er davon aber nur gut 300 Millionen Euro tragen.

Der Großteil dieser Restsumme entfällt auf den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück, an dem Talanx gut die Hälfte der Anteile hält. Daher dürften die Schäden das auf die Talanx-Aktionäre entfallende Ergebnis im dritten Quartal unter dem Strich noch mit rund 150 Millionen Euro belasten, hieß es. (dpa-AFX)

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