VKB Zwischenfazit: Sturmtief Volker verursacht Schäden zwischen 85 und 130 Millionen Euro

Foto: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa |

Das Sturmtief Volker hat Süddeutschland besonders stark getroffen und durch Starkregen, Hagelschlag und Überflutungen bei der Versicherungkammer Bayern nach vorläufigen Berechnungen Schäden zwischen 80 bis 130 Millionen Euro verursacht.

Sturm Volker fegte zwischen 21. und 25. Juni mit großer Wucht über ganz Deutschland hinweg. Zwischen 29. Juni und 1. Juli folgte mit Sturmtief Xero ein weiteres schweres Unwetter, besonders betroffen waren Süddeutschland.

Bei der Versicherungskammer Bayern (VKB) verursachte allein Sturmtief Volker zwischen 30.000 und 35.000 Schäden. Diese dürften den Versicherer nach vorläufigen Berechnungen zwischen 85 und 130 Millionen Euro kosten. Tief Xero Anfang Juli hat die Kosten weiter in die Höhe getrieben.

Nach Angaben der VKB waren in Bayern lokal schwere Unwetter mit Orkanböen, Hagel mit bis zu 6,5 cm Durchmesser und Hageldecken bis 20 cm sowie Starkregen zu verzeichnen. Dabei hätte sich auch mehrere Superzellen entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen extrem starken Gewittertyp.

Heftiger als Sturmtief Sabine

Die Schäden aus komplexen Unwetterlagen wie dieser Unwetterserie ließen sich aufgrund der Kleinräumigkeit der Ereignisse und der lokal sehr heftigen Auswirkungen nur schwer schätzen, so die VKB weiter.

„Wir gehen davon aus, dass der Aufwand unter dem des Hagelsturms Jörn (2019) und über dem des Orkans Sabine (2020) liegen wird. Volker wird demnach einer der größten Kumule der vergangenen Jahre“, erläutert Christian Krams, Leiter Konzern Schaden und Vorstand BavariaDirekt.

Bis zu 30 Prozent Totalschäden bei Kfz

Besonders in der Gegend rund um Wolfratshausen nahe München gibt es einen hohen Anteil von etwa 20-30 Prozent an Kfz-Totalschäden durch den Hagel, so die VKB.

Der Schadenaufwand aus Sturmtief Xero – hier waren vor allen Dingen die dramatischen Bilder von Überschwemmungen aus Landshut in den Medien – ist momentan noch schwer abzuschätzen. Die VKB rechnet bei Xero mit einem niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro. In Summe ist damit nach heutigem Stand aus den beiden Unwettern mit einem Schadenaufwand von 110 bis 155 Millionen Euro zu rechnen. 

Die Unwetterserie setzte sich am Wochenende insbesondere in Franken mit andauerndem Starkregen und daraus resultierendem Hochwasser fort. Und für die laufenden Woche sind weitere starke Regenfälle vorhergesagt.

Der Versicherer hat für betroffenene Kundinnen und Kunden ein Telefonhotline bei der Versicherungskammer Bayern (089 62 36 62 36), der Feuersozietät Berlin Brandenburg (030 2633-888) und SAARLAND Versicherungen (0681 601-111) eingerichtet. Zudem können Schäden auch online gemeldet werden.

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