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7. Juni 2013, 11:15
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“Anleger haben erheblichen Nachholbedarf”

Markus Weis, Co-Vertriebsleiter bei Goldman Sachs AM in Deutschland, erklärt, warum Investments in Next-11- und Bric-Staaten auch in die Depots deutscher Kunden gehören.

Bric-Staaten

“Anleger haben noch erheblichen Nachholbedarf bei Aktien und Renten aus den Emerging Markets.”

Cash.: Liegen deutsche Anleger richtig, wenn sie primär auf Industriestaaten setzen?

Weis: Betrachtet man die Marktkapitalisierung der Aktienmärkte, haben die Industriestaaten noch immer den Löwenanteil und gehören daher auch in ein gut diversifiziertes Portfolio. Dennoch gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienmarkt-Performance eines Landes. Länder wie die Bric- und Next-11-Staaten haben durch ihre Wachstumsperspektiven auch das Potenzial, sich langfristig deutlich besser als die Aktienmärkte der Industriestaaten zu entwickeln. Diese Länder sollten heute in keinem Portfolio mehr fehlen.

Ziehen internationale Investoren zurzeit ihr Kapital aus Schwellenländern ab?

Schwellenländer sind heute differenziert zu betrachten. Während aktuell Länder wie China und Brasilien von Investoren gemieden werden, fließen enorme Anlagegelder beispielsweise nach Indonesien oder in die Türkei. Aus unserer Sicht bieten besonders die Next-11-Staaten derzeit durch ihre unterschiedlichen Entwicklungsstadien attraktive Renditeaussichten.

Welche Investments in den aufstrebenden Regionen waren zuletzt am lukrativsten?

Die Liste der besten Aktienmärkte ist lang, aber für Anleger bleibt es schwer, immer gerade auf das richtige Land zu setzen. Unser Next-11-Portfolio vereint die nach den Bric-Staaten wachstumsstärksten Länder in einem Fonds und hat damit allein im vergangenen Jahr über 20 Prozent Wertzuwachs für Euro-Anleger erzielt.

Welches sind die wichtigsten Investmenttrends in Fernost?

Die aufstrebenden Volkswirtschaften werden aus unserer Sicht von den folgenden drei Investmenttrends getragen: Beschäftigungsboom, steigender Binnenkonsum und Investitionen in Infrastruktur. Diesen Trends trägt beispielsweise auch das Next-11-Konzept Rechnung. Es handelt sich hierbei um Länder mit einer jungen und großen Bevölkerung, die in zunehmendem Maße konsumieren und dabei auch einheimische Unternehmen unterstützen.

Wie ordnen Sie die jüngsten Beschlüsse der großen Schwellenländer ein?

Die Entscheidung der Bric-Staaten, eine eigene Entwicklungsbank ins Leben zu rufen, ist sicherlich ein wichtiger Schritt dahin, ihrer wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung auch geld- und wirtschaftspolitisch mehr Ausdruck zu verleihen. Allerdings wurde auf dem Treffen der Staaten in Durban noch nicht über die Details einer solchen Institution gesprochen. Es bleibt abzuwarten, welche Länder dabei eine Führungsrolle übernehmen und wie genau diese Institution sich finanzieren wird.

Seite zwei: Wirtschaftliche Entwicklung in China, Indien & Co.

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