Anzeige
Anzeige
7. Dezember 2011, 14:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

GDV kontert Riester-Kritik mit eigenen Berechnungen

Nach massiver Kritik an der Riester-Rente durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eigene Berechnungen vorgelegt. Demnach rechne sich „Riester“ für die Meisten wie keine andere Vorsorge.

Zins-Berechnung-127x150 in GDV kontert Riester-Kritik mit eigenen BerechnungenDer GDV gab an, die Berechnungen anhand typischer Muster-Biografien vorgenommen zu haben. Diese hätten gezeigt, dass die Riester-Rente für Geringverdiener und Familien eine besonders rentable Altersvorsorge sei. Zudem sei Riester auch für durchschnittlich verdienende Singles interessant.

Die vom Verband vorgelegten Berechnungen veranschaulichen, wie alt ein Riester-Sparer werden muss, bis er seine eingezahlten Beiträge durch die ab 67 Jahren einsetzenden Rentenzahlungen „wieder raus hat“. Das DIW hatte zuvor kritisiert, dass ein Riester-Sparer nach eigenen Berechnungen oftmals „steinalt“ werden müsse, ehe diese „Aufholjagd“ beendet sei. Nach Meinung des GDV seien die Einwände des DIW nicht plausibel.

Ein 35-jähriger Single mit einem Jahres-Brutto-Einkommen von 30.000 Euro, der bis zum 67. Lebensjahr „riestert“, hätte laut GDV seine eingezahlten Beiträge in Höhe von 33.472 Euro (mit Zulagen: 38.400) im Alter von 74 beziehungsweise 75 Jahren (mit Zulagen) wieder raus (siehe Grafik). Die Kritik des DIW, wonach Riester-Sparer in vielen Fällen nur so viel Rendite erzielen, „als hätten sie ihr Kapital im Sparstrumpf gesammelt“, lässt der GDV nicht gelten. Würde der Single aus dem oben genannten Beispiel aus dem Sparstrumpf leben, so müsste er bei einer Lebenserwartung von 88 Jahren 13 Jahre lang auf ein zusätzliches Einkommen verzichten, errechnete der GDV. Denn der Sparstrumpf mit den 33.472 Euro sei nacht acht Jahren leer, wenn man eine jährliche Entnahme von 4.284 Euro zugrunde legen würde.

Berücksichtige man weiter, dass die Lebenserwartung derzeit von Generation zu Generation um drei bis sechs Jahre ansteige, werde die hohe Rentabilität der Produkte deutlich, betonte der Verband. In den Lebensjahren nach dem errechneten „Break-even-Punkt“ werde die Rente allein aus den Zinsen und den vom Staat gewährten Zulagen finanziert.

Bei seinen Berechnungen hat der GDV über die Methodik des DIW hinaus auch ein Beispiel mit zusätzlichem Sonderausgabenabzug und anschließender Rentenbesteuerung gerechnet. Für alle Berechnungen wurde ein mittleres Marktangebot einschließlich Überschussbeteiligung und Kosten unterstellt. (lk)

Riester-Rente GDV Berechnungen in GDV kontert Riester-Kritik mit eigenen Berechnungen

Foto: Shutterstock

Grafik: GDV

Anzeige

3 Kommentare

  1. Wenn die Riester-Kritik dazu führt, dass die Deutschen skeptischer werden und weniger vorsorgen, ist das auch keine Lösung. Was ist denn die beste Altersvorsorge…Sachwerte?

    Kommentar von Diana Mahlich — 9. Dezember 2011 @ 08:47

  2. Und woher hast du diese Ahnung von der Materie Mädchen?

    Kommentar von Ich — 8. Dezember 2011 @ 23:03

  3. Ich würde mein eigenes Angebot auch nicht schlecht reden, wenn es auch so ist, aber ich kann auch durch Lüge und Betrug Geld verdienen, so GDV.

    Kommentar von Mäxchen Pfiffig — 7. Dezember 2011 @ 15:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...