Anzeige
23. Juni 2011, 11:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherer wollen in Schadensmanagement investieren

Die Assekuranz steht aufgrund von verschärftem Wettbewerb und abnehmender Profitabilität unter erhöhtem Kostendruck. Einen Ausweg suchen die Unternehmen einer Studie zufolge in effizienterem Schadensmanagement. In den nächsten drei Jahren steht demnach die Optimierung der Abläufe und Strukturen auf der Agenda.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point unter 28 Versicherungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Demnach wollen mehr als 90 Prozent der Teilnehmer die Effektivität ihrer Schadensbearbeitung erhöhen.

Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Befragten dabei die Senkung von Kosten und Aufwand für Schadensfälle sowie die Verbesserung der Profitabilität. Daneben wollen sie insbesondere auf die Weiterentwicklung der Mitarbeiter setzen. 93 Prozent der Teilnehmer sehen in hochqualifizierten, motivierten und kundenorientierten Sachbearbeitern den zentralen Erfolgsfaktor ihrer Schadenstrategie.

Auch die Senkung von „Überzahlungsleistungen“ steht der Umfrage zufolge auf der Tagesordnung: Jeder zweite Versicherer will an der Optimierung des Betrugsmanagements arbeiten.

Für die Studienteilnehmer ist eine Effizienzsteigerung in allen Bereichen vor allem mit einer stärkeren IT-Unterstützung der Prozesse verbunden. Im Gegensatz zu anderen Branchen sei die Prozessautomatisierung bei vielen Versicherern noch deutlich ausbaufähig, meinen die Bearing-Point-Analysten.

Flexiblere IT und Vernetzung als Schlüssel zu mehr Effizienz

“Speziell Unternehmen im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung sollten jetzt in die Flexibilisierung der IT-Landschaft investieren, um langfristig profitabel zu bleiben und angesichts des intensiven Wettbewerbs, des steigenden Kostendrucks und wachsender Kundenanforderungen den Anschluss nicht zu verlieren”, sagt Holger Gorissen, Partner bei Bearing Point.

Erhebliches Potenzial zur Steigerung der Effizienz und Automatisierung hat die Studie zudem in der Vernetzung aller Beteiligten ausgemacht. Die befragten Versicherungen ermöglichten bislang nur 27 Prozent der Makler und 19 Prozent der Versicherungsnehmer/Geschädigten einen direkten Zugriff auf das Schadenssystem.

Diese Gruppen wollen die Befragten künftig stärker anbinden. Dabei soll die Nutzung von onlinebasierten Portallösungen eine wichtige Rolle spielen. Bei mehr als 50 Prozent der befragten Unternehmen sollen diese in den nächsten drei Jahren realisiert sein.

Obwohl auch Outsourcing als Weg zur Effizienzsteigerung diskutiert wird, sind die Versicherer hier noch zurückhaltend. Nur etwa 20 Prozent lagern Teile ihrer Prozesskette aus. Grund hierfür ist zum einen das momentan noch geringe Angebot an hochwertigen und kostengünstigen Outsourcing-Partnern. Des Weiteren fehlt es an Branchenstandards, die die Etablierung eines eigenständigen Zulieferer-Marktes für Schadensprozesse überhaupt erst möglich machen. (hb)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...