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11. Juli 2013, 11:22
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Bürgerversicherung: Keine Zwei-Klassen-Medizin

Am Rande der Präsentation der Geschäftszahlen des Jahres 2012, erteilte der Vorstandsvorsitzende der Universa Versicherungen Gerhard Glatz der Bürgerversicherung eine deutliche Absage.

Bürgerversicherung

Gerhard Glatz, Universa Versicherungen: “Wir haben uns in einem schwierigen Marktumfeld weiter positiv entwickelt.”

Deutschland verfügt laut Glatz über eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, um das andere Länder uns beneiden. Alle Versicherten – egal ob gesetzlich oder privat – profitierten von kurzen Wartezeiten, einem flächendeckenden Netz von Haus- und Fachärzten, Kliniken und Apotheken.

Bürgerversicherung gefährdet Arbeitsplätze

Die Bürgerversicherung würde nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze innerhalb der PKV und im Gesundheitswesen gefährden, sondern auch zu einer Rationierung und damit zu einer nicht gewollten Zwei-Klassen-Medizin führen, bei der der Geldbeutel über die medizinische Versorgung entscheidet, so der Vorstandsvorsitzende.

Die private Krankenversicherung hat durch die Bildung von Alterungsrückstellungen eine Vorbildfunktion für die demografischen Herausforderungen und ist zukunftssicher aufgestellt. Auch dies dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, so Glatz.

Sechs Prozent plus bei Kapitalanlagen

Die Universa Versicherungen konnten im vergangenen Geschäftsjahr 2012 ihre Beitragseinnahmen um 1,9 Prozent auf 646,6 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen wuchs um 12,4 Prozent auf 165,3 Millionen Euro an.

Die Leistungsausgaben stiegen von 681,2 auf 714,4 Millionen Euro. Unter dem Strich konnte ein Geschäftsergebnis nach Steuern von 79,6 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 6,4 Millionen Euro weniger.

“Grund hierfür ist vor allem die gesetzlich vorgeschriebene Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung, die rund 11,6 Millionen Euro betrug und als zusätzliche Sicherheit während der Niedrigzinsphase für die Versicherten gebildet wird”, erklärt Vorstandsvorsitzender Gerhard Glatz.

Der Rückstellung zur Beitragsrückerstattung, die ebenfalls den Versicherten zugutekommt, wurden im Geschäftsjahr 67,0 Millionen Euro zugeführt. Das Eigenkapital zur Stärkung der Unternehmenssolidität konnte von 184,4 auf 195,1 Millionen Euro aufgestockt werden. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 6,2 Prozent auf 4.287,1 Millionen Euro an.

Glatz zeigte sich mit dem erzielten Unternehmensergebnis zufrieden: “Wir haben uns in einem schwierigen Marktumfeld weiter positiv entwickelt und ein stabiles Wachstum erzielt”. Als Erfolgsrezept sieht er nach wie vor die Unabhängigkeit als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sowie die Konzentration auf nachhaltige Qualitätsprodukte und auf das Privatkundengeschäft in Deutschland.

Seite zwei: PKV-Beitragseinnahmen klettern um knapp drei Prozent

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2 Kommentare

  1. Also ich bin sehr überzeugt davon, dass wir mittlerweile eine 3-Klassen-Medizin haben! Einerseits die PKV-Patienten, andererseits die GKV-Patienten, die sich ihrerseits unterteilen in diejenigen, die sich die Zuzahlungen leisten können, und diejenigen, die das nicht können. Letztere sind an zersprungenen Brillengläsern oder fehlenden Zähnen sehr leicht zu erkennen.

    Kommentar von Felicita — 12. Juli 2013 @ 20:28

  2. Überrascht es eigentlich irgend jemanden, das ein Vertreter der PKV gegen die Bürgerversicherung ist?

    Kommentar von Hr. D. Menke — 12. Juli 2013 @ 11:01

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