7. Februar 2013, 10:00

Hausratpolice: Frauen versichern anders als Männer

Laut einer aktuellen Umfrage setzen Männer und Frauen jeweils andere Prioritäten bei der Absicherung ihrer heimischen Gegenstände. Zudem sind vor allem junge Menschen der Ansicht, sich die Hausratversicherung komplett sparen zu können.

Marc Lüke, Asstel

Marc Lüke, Asstel

Während es Männern sehr wichtig sei, materielle Dinge zu versichern, stünden bei Frauen oft emotionale Werte im Vordergrund, teilt der Direktversicherer Asstel mit. Das Tochterunternehmen des Kölner Gothaer Konzerns gab die Online-Befragung des Markforschungsunternehmens YouGov in Auftrag.

So sei für viele Männer (39 Prozent) die Anschaffung von Wertsachen ein wichtiger Grund für den Abschluss einer Hausratversicherung. Bei den Frauen sind es laut Asstel hingegen nur 28 Prozent. Ihnen sei bei der Hausratversicherung viel wichtiger, dass “die geliebten Haustiere von dieser Police mit abgesichert sind”.

Viele verzichten auf Hausratpolice

Obwohl die Hausratversicherung zu den wichtigsten Policen zählt, hätten rund 20 Prozent der Deutschen diese Versicherung gar nicht abgeschlossen, heißt es. “Offensichtlich unterschätzen viele Menschen den Wert ihres Haushaltes und meinen, dass sie auf die Hausratversicherung verzichten können”, sagt Marc Lüke, Geschäftsführer Produktmanagement bei Asstel . Allerdings stünden sie nach einem Einbruch, bei einem Wasserrohrbruch, Feuer und weiteren Gefahren ohne Hab und Gut und vor allem ohne Hilfe da, so Lüke.

Auffällig sei zudem, dass gerade die Jüngeren dieses Gefahrenpotenzial unterschätzten: Unter den 25- bis 30-Jährigen haben nur zwei von drei Befragten (65 Prozent) eine Hausratversicherung. In der Altersklasse 41 bis 50 Jahre ist es mit 91 Prozent dagegen fast jeder.

Familien mit Kindern sichern ihren Hausrat häufiger ab

Für einen Großteil der Befragten ist die persönliche Lebenssituation von besonderer Bedeutung, ob sie den Hausrat absichern oder nicht. So ist für viele Deutsche – unabhängig vom Alter – meist der Einzug in die erste eigene Wohnung (38 Prozent) beziehungsweise der Umzug in eine andere Wohnung (37 Prozent) ein wichtiger Grund für den Abschluss einer Hausratversicherung. Zudem haben Familien ein höhere Absicherungsbewusstsein: So haben Befragte mit Kindern mit 86 Prozent deutlich häufiger eine Hausratversicherung abgeschlossen als Menschen ohne Nachwuchs (75 Prozent). (lk)

Foto: Shutterstock


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Versicherungen


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

06/2015

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Schwellenländerfonds – Betriebliche Krankentarife – Erneuerbare-Energien-Fonds – Ferienimmobilien

Ab dem 21. Mai im Handel erhältlich.

Special 2/2015

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Dirk Müller im Interview – Top-Fonds aus 10 Kategorien – Anlagethemen 2015

Ab dem 15. Mai im Handel erhältlich.

3 Kommentare

  1. Ich finde es interessant zu lesen, dass sich Frauen anders versichern als Männer, besonders, wenn es um die Hausratversicherung bzw. Haftpflicht geht. Ich denke einfach, dass besonders im Bezug auf die Hausratversicherung die alte Rollenverteilung immer noch einen grossen Anteil am Verhalten hat – Frauen wissen eben besser Bescheid, worauf sie achten müssen (im Bezug auf welche Versicherungsleistungen die Hausratsversicherung bieten muss), wenn sie eine Hausratversicherung abschliessen.

    Kommentar von Emily — 25. Februar 2013 @ 20:18

  2. Die Statistiken überraschen mich persönlich nicht. Wenn schon jemand eine Hausrat abschliesst, ist doch klar, dass da auch die Kleintiere mitversichert werden sollen. Die Statistik mit den Kindern klingt auch plausibel…die meisten Singles bzw. Kinderlose werden eher einen kleinen Haushalt haben, daher lohtn sich die Absicherung oftmals nicht…wobei die Preise ja teilweise recht human sind.
    Grüße
    Gregor

    Kommentar von Gregor — 9. Februar 2013 @ 23:12

  3. Schön, dass Familien zwar das “geliebte Haustier” absichern, nicht aber den “geliebten Verdiener”. Crazy.

    - Hans Steup, Berlin

    Kommentar von Hans@VersicherungsKarrieren — 8. Februar 2013 @ 11:48

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Beschwerdeaufkommen gegen Versicherer bleibt stabil

Den Ombudsmann für Versicherungen, Professor Dr. Günter Hirsch, erreichten im vergangenen Jahr so viele Beschwerden wie noch nie. Trotzdem besteht für die Versicherer nicht mehr Anlass zur Sorge, denn verantwortlich für den neuen Höchststand ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Bankenrecht, ergab der Jahresbericht der Schlichtungsstelle.

mehr ...

Immobilien

Denkmalimmobilien: Viel Nachfrage, wenig Angebot

Denkmalimmobilien werfen im Vergleich zu Staatanleihen hohe Renditen ab und haben ein ganz besonderes Flair: Jede Immobilie hat ihre eigene Geschichte. Wer mit historischen Gebäuden Gewinne erzielen will, sollte die Makro- und Mikrolage sorgfältig analysieren.

mehr ...

Investmentfonds

Pioneer Investments: Rekordzuflüsse im ersten Quartal 2015

Der globale Asset Manager Pioneer Investments meldet für die ersten drei Monate 2015 Nettomittelzuflüsse weltweit von 7,1 Milliarden Euro.

mehr ...

Berater

Mehr Menschen beziehen zum ersten Mal Rente

In Deutschland haben 2014 mehr Menschen erstmals eine Altersrente bezogen als im Jahr zuvor. Die Zahl der Neurentner stieg im vergangenen Jahr um 27,1 Prozent auf 823 600, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Buss schafft die Milliarde

Buss Capital hat mit seinen 56 Fonds und Direktinvestments bis Ende März 2015 eine Milliarde Euro Eigenkapital eingeworben. Im ersten Quartal dieses Jahres sammelte der Anbieter von Sachwertinvestitionen 30 Millionen Euro über zehn Direktinvestments ein und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 50 Prozent.

mehr ...

Recht

Keine Zwangsmediation im Rahmen einer Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung darf nicht nur unter der Bedingung einer vorgeschalteten “Zwangsmediation” greifen. Dergestaltete Klauseln in den allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB) sind laut eines aktuellen Urteils des Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt unzulässig.

mehr ...