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21. August 2013, 12:44
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Heidelberger Leben: Neue Eigentümer wollen 25 Millionen Euro investieren

Die Heidelberger Lebensversicherung wechselt erneut den Besitzer: Für insgesamt 300 Millionen Euro übernehmen die Private Equity-Gesellschaft Cinven und die Hannover Rück die Anteile von der britischen Lloyds Banking Group. Nun soll kräftig investiert werden.

Michael Sattler, Heidelberger Leben

Michael Sattler wird die Heidelberger Leben auch unter der neuen Eigentümerstruktur leiten.

80 Prozent der Heidelberger Leben-Anteile gehen an Cinven, 20 Prozent an die Hannover Rück, teilt die Heidelberger Leben mit. Der Verkauf wird damit begründet, dass sich Lloyds auf seine Kernaktivitäten vor allem im britischen Markt fokussieren wolle.

Bestandspflege im Fokus

An der im vergangenen Jahr beschlossenen Strategie will das Unternehmen auch künftig festhalten: Demnach werde man weiter verstärkt auf die Bestandspflege von Kunden und Hauptvertriebspartnern legen, heißt es.

25 Millionen Euro für die IT

Als erste Maßnahme sollen rund 25 Millionen Euro in die Verbesserung der IT-Systeme fließen. Dadurch soll die Betreuung der aktuellen Versicherungsnehmer weiter verbessert werden und eine moderne “Konsolidierungsplattform” geschaffen werden. In der Plattform sollen erworbene Lebensversicherungsportfolios anderer Gesellschaften integriert werden. Man plane, in den kommenden Jahren weitere Portfolios zu erwerben und dieses “attraktive Geschäftsmodell” weiter auszubauen, erklärt die Heidelberger Leben.

Vorstand bleibt unverändert

Der jetzige Vorstand unter Führung vom Michael Sattler soll unverändert bleiben. Rolf-Peter Hoenen, ehemaliger Vorstandssprecher der Huk-Coburg und ehemaliger Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), soll nach dem Abschluss der Transaktion die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden bei der Heidelberger Leben übernehmen.

Enge Bindung zu MLP soll aufrecht erhalten werden

Die Heidelberger Leben hat seit ihrer Gründung 1991 eine wechselvolle Geschichte zu verzeichnen. Vor acht Jahren wurde das Unternehmen vom Finanzdienstleister MLP an den britischen Versicherer Clerical Medical verkauft. Der Clerical-Medical-Eigner HBOS wurde seinerseits 2009 von der Lloyds Banking Group übernommen.

Man wolle auch weiterhin eng mit MLP zusammenarbeiten, auf die ein großer Teil des Bestands entfällt, heißt es weiter. So sollen MLP-Kunden mit Heidelberger Leben-Versicherungspolicen von reduzierten Verwaltungskosten und dem angestrebten verbesserten Kundenservice profitieren. (lk)

Foto: Heidelberger Leben

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