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23. Juni 2015, 09:01
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Versicherern fehlt Innovationsstrategie

Versicherungsgesellschaften müssen innovativ sein, um sich gegen globale Risiken zu wappnen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung KPMG kommt allerdings zu dem besorgniserregenden Ergebnis, dass 45 Prozent der Versicherer zugeben, über keine klar definierte Innovationsstrategie zu verfügen.

Innovationsstrategie

45 Prozent der befragten Führungskräfte gab an, über keine klar definierte Innovationsstrategie zu verfügen.

Wie das britische Online-Fachportal “The Actuary” berichtet, stützt sich die Studie auf eine Befragung von 280 Führungskräften aus der Versicherungsbranche in 20 Ländern.

Der Untersuchung zufolge sehen 40 Prozent der Befragten Innovation als eine informelle kollektive Verantwortung der gesamten Organisation. Weitere acht Prozent geben an, dass die Verantwortung für Innovationen bei der zuständigen Führungskraft liege.

Neue Kooperationen schließen

74 Prozent sagen, dass ihnen die Kernkompetenzen fehlen würden, um Innovationen voranzutreiben. Weitere 79 Prozent der Teilnehmer geben zu, dass sie “nur versuchen, Schritt zu halten”, und 14 Prozent monieren, dass ihnen die Unterstützung des Vorstandes fehle.

Laut Gary Reader, Leiter Versicherungen bei KPMG International, müssten Versicherungsgesellschaften ihren Fokus darauf legen, Innovationen innerhalb ihrer Organisation zu fördern. Auf diese Weise könnten neue Kooperationen mit bisher wenig berücksichtigten Marktakteuren wie Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Infrastrukturanbietern geschlossen werden.

Mark Spears, Leiter “People and Change” bei KPMG, kritisiert, dass in den meisten Unternehmen “Innovationen getötet” würden. Grund hierfür seien sperrige Anforderungen seitens der Regulierung und Compliance, beispielsweise “bürokratische Nachprüfverfahren” und “irrelevante Qualitätskontrollen”. Arbeitnehmer würden zudem nicht ermutigt, über den Tellerrand zu schauen.

KPMG appelliert an die großen Versicherer, Partnerschaften mit dem öffentlichen Sektor zu schließen, um ein langfristiges Wachstum zu erzielen und die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in entwickelten als auch in Schwellenmärkten zu unterstützen. (nl)

Foto: Shutterstock

 

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