Anzeige
9. Juni 2015, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pay-As-You-Drive-Police von Datenschutzaufsicht bewertet

Ein in Nordrhein-Westfalen ansässiger Versicherer bietet seit Kurzem eine sogenannte Pay-As-You-Drive-Police an, die den Versicherungstarif individuell auf Basis des Fahrverhaltens des Versicherungsnehmers kalkuliert. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (LDI NRW) hat als erste deutsche Datenschutzaufsichtsbehörde den Tarif analysiert.

Pay-As-You-Drive-Police

Der Landesbeauftragte für Datenschutz steht der Tendenz zu Pay-As-You-Policen skeptisch gegenüber. So sei die Tendenz der Versicherungswirtschaft zu individualisierten Tarifen datenschutzrechtlich kritisch zu begleiten.

Um das Fahrverhalten zu analysieren wird nach Angaben des LDI bei der vorliegenden Pay-As-You-Drive-Versicherung mit Einverständnis des Versicherten eine fest installierte Telematik-Box in seinem Pkw angebracht.

Die Box sende im Sekundentakt Daten zu unter anderem Fahrtstrecke, Fahrtzeit, Geschwindigkeit, Brems- und Beschleunigungsverhalten an einen Anbieter für Telematikservices, das mit dem Versicherer kooperiert.

Gesamtscore und vier Unterscores übermittelt

Die erhobenen Daten werden laut LDI auf einem Server in Europa gespeichert und dazu verwendet, einen Gesamtscore und vier Unterscores (Geschwindigkeit, Fahrweise, Nachtfahrten, Stadtfahrten) zu berechnen.

Mithilfe der erhobenen Scores soll die Unfallwahrscheinlichkeit ermittelt werden. Der Versicherer erhält monatlich und jährlich eine Übersicht der erhobenen Daten von dem Telematikdienstleister um aus den Scores den Pay-As-You-Drive-Tarif für den Pkw zu berechnen.

Hält der Fahrer gewisse vorgegebene Werte ein, erhält er einen Teil seiner Versicherungsbeiträge zurück.

Der Landesbeauftragte für Datenschutz in NRW Ulrich Lepper hat auf Basis dieses Tarifs zentrale Anforderungen formuliert, die eine Pay-As-You-Drive-Police erfüllen sollte.

Seite zwei: Trennung in zwei Datenkreise

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Ein weiterer Schritt in Richtung totaler Überwachung

    Kommentar von Jan Lanc — 10. Juni 2015 @ 21:34

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Presse: Regierung will Haftung bei Betriebsrenten lockern

Mit einer Reform der Betriebsrenten will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Haftungsregeln für Unternehmen lockern.

mehr ...

Immobilien

Lage-Rating Berlin: Die besten Chancen

In welchen Teilen Berlins haben Investoren und Kapitalanleger beste Investitionsperspektiven? Das Lage-Rating von Immobilienscout24 und Handelsblatt Online gibt die Antwort. Die Analyse des Berliner Immobilienmarktes ist der Auftakt für eine insgesamt vierteilige, wöchentliche Lage-Rating-Serie.

mehr ...

Investmentfonds

Pictet stellt Zahlen für das erste Halbjahr vor

Die Pictet-Gruppe  gab heute in Genf die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr bekannt. Der Gewinn ging bei den Schweizern gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

mehr ...

Berater

Verbraucherstimmung verbessert sich

Die Deutschen sind weiter in Kauflaune – allen Sorgen um Brexit, Flüchtlinge oder Terror zum Trotz. Nach Ansicht von Konsumforschern hat das vor allem einen Grund.

mehr ...

Sachwertanlagen

Primus Valor: Investitionsphase des ICD 7 ist beendet

Der Publikums-AIF Immochance Deutschland 7 Renovation Plus (ICD 7) von Primus Valor ist rund sechzehn Monate nach dem Vertriebsstart vollständig investiert. Das Beteiligungsangebot hat nach Angaben des Unternehmens das geplante Gesamtinvestitionsvolumen von 71 Millionen Euro wie prognostiziert erreicht.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...