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29. Mai 2015, 12:18
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Versicherer: Umfirmierung steigert Umsatz

Aus CiV wurde Targo, die Verschmelzung der Victoria Holding mit der Hamburg-Mannheimer erschuf die Ergo und die Berlin-Kölnische firmierte zur Asstel um. Eine US-Studie hat nun nachgewiesen, dass Namensänderungen von Versicherern generell zu Umsatzsteigerungen führen. Fraglich bleibt, ob sich die Erkenntnisse auch auf den deutschen Markt übertragen lassen.

Umsatz

US-Analysten haben einen positiven Zusammenhang zwischen der Umfirmierung von Versicherern und den Prämienerlösen hergestellt.

Im Rahmen der Studie, die in der aktuellen Ausgabe der US-amerikanischen Fachzeitschrift “Journal of Risk and Insurance” erschienen ist, untersuchten die Studienautoren die Konsequenzen einer Umfirmierung für das Prämien- beziehungsweise Umsatzwachstum von Versicherern aus dem Schaden- und Unfallsegment.

Positive Prämienentwicklung nachgewiesen

Die detaillierte Analyse zeigt demnach einen positiven Zusammenhang zwischen der Namensänderung des Versicherers und der Prämienentwicklung.

Da die Umfirmierung von Versicherungsunternehmen in der Regel mit einer umfassenden Neuausrichtung der Geschäftsstrategie einhergehe, könne festgestellt werden, dass dies den Grundstein für ein künftiges Prämienwachstum lege, heißt es.

Die Studienautoren resümieren: “Die Untersuchungsergebnisse bestätigen sich in einer Vielzahl von Modell-Spezifikationen und zeigen, dass Namensänderungen und die damit verbundenen internen strategischen Entscheidungen zu höheren Umsatzerlösen führen.”

Übertragbarkeit auf deutschen Markt noch nicht erwiesen

Ob sich dieses Phänomen auch hierzulande bewahrheitet, konnte bislang nicht geklärt werden, denn es fehlt an entsprechenden Studien – was wohl auch damit zusammenhängt, dass die Fusionsdynamik im deutschen Versicherungsmarkt schon seit vielen Jahren nicht sehr ausgeprägt ist und somit ein entscheidender Anlass für Umfirmierungen wegfällt.

Dies könnte sich allerdings schon bald ändern. So geht Michael Haid, Versicherungsexperte und Senior Analyst bei der MainFirst Bank, davon aus, dass der Branche ein langanhaltender Rekapitalisierungs- und Konsolidierungsprozess bevorsteht. Grund hierfür sei, dass die Lebensversicherer im derzeitigen Niedrigzinsumfeld “in zunehmendem Maße Probleme” bekommen würden. (nl/lk)

Foto: Shutterstock

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