21. Januar 2016, 10:10

Lebensversicherung: Steuerfalle bei Auszahlungen vermeiden

Besonders in diesem Jahr leisten Lebensversicherer hohe Auszahlungssummen an ihre Kunden. Die Versicherten profitieren heute von der einstigen “Geldanlage Lebensversicherung” mit guten Renditen, hoher Sicherheit – und Einkommensteuerbefreiung. Letzteres gilt künftig nicht mehr. “Doch es muss nicht sein, dass Versicherte in die Steuerfalle tappen”, erklärt Margit Winkler, Geschäftsführerin vom IGB (Institut GenerationenBeratung), in ihrem Gastbeitrag.

Lebensversicherung: Steuerfalle bei Auszahlungen vermeiden

“Der Freibetrag für Schenkung- und Erbschaftsteuer ist eine Addition der letzten 10 Jahre. Die Tragweite ist häufig nicht klar.”

Auszahlungen von Versicherungspolicen, die ab dem 1. Januar 2015 abgeschlossen sind, unterliegen der Einkommensteuer. Damit es am Ende zu keinen bösen Überraschungen kommt, gilt es einiges zu beachten.

Die Steuerfalle: Häufig ist Versicherungsnehmer nur eine Person, zum Beispiel der Mann. Wird für die Gutschrift der Versicherungssumme ein Gemeinschaftskonto angegeben, löst die Auszahlung des Versicherers eine Schenkung aus: In diesem Fall schenkt der Mann die Hälfte der Gutschrift dem Partner des Gemeinschaftskontos. Die Folge: Der Versicherer muss an die Schenkung- und Erbschaftstelle des zuständigen Finanzamtes die Höhe der Schenkung melden.

Die Steuer: Der Freibetrag für die Schenkung- und Erbschaftsteuer ist eine Addition der Schenkungen der letzten zehn Jahre beziehiehungsweise des Erbes plus der Schenkungen der letzten 10 Jahre. So manch einer vergisst die Schenkungen. Er betrachtet lediglich die Höhe des Erbes und wiegt sich dabei in Sicherheit, wenn dieses unter dem Freibetrag der jeweiligen Steuerklasse liegt. Besonders häufig kommt dies unter Eheleuten vor.

Die Höhe des Freibetrages ist eine Frage des Verwandtschaftsgrades. Unter Eheleuten beziehungsweise eingetragenen Lebenspartnerschaften beträgt dieser 500.000 Euro (plus Unterhaltsfreibetrag). Ist das Paar (wie immer häufiger) nicht verheiratet, so fällt dieser Freibetrag auf gerade mal 20.000 Euro.

Seite zwei: Beispiel, Lösung, Fazit

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