AfW: „Rechtsruck besorgniserregend“

Norman Wirth, AfW, vor einer weißen Backsteinwand.
Foto: AfW / Bettina Straub
Norman Wirth

Eine aktuelle AfW-Umfrage zeigt, dass die regierende Ampelkoalition bei Vermittlerinnen und Vermittlern keine Mehrheit hat. Den größten Zuwachs verzeichnet eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei.

Laut dem 16. AfW-Vermittlerbarometer würden 33 Prozent CDU/CSU wählen (minus 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gefolgt von der FDP mit 25 Prozent (minus 7 Prozent). Die AfD verzeichnet den größten Zuwachs von 10 Prozent und erreicht 21 Prozent. Bündnis90/Die Grünen fallen auf 9 Prozent (minus 1 Prozent), während SPD und Linke jeweils nur 2 Prozent erhalten. Andere Parteien würden 8 Prozent der Vermittlerstimmen erhalten (plus 2 Prozent).

„Wir sehen bereits seit Jahren, dass die Vermittlerinnen und Vermittler vor allem der Union und den Liberalen als Vertreter und Wahrer Ihrer Interessen vertraut“, kommentiert AfW-Vorstand Norman Wirth das Ergebnis. Immer wieder kolportierte Pläne der eher linksorientierten Parteien bezüglich einer Abschaffung des Provisionssystems oder der privaten Krankenversicherung zählten zu den Gründen dafür. Das schlechte Abschneiden von SPD und der AfD-Zuwachs spiegeln laut Wirth das allgemeine Stimmungsbild der Bevölkerung wider und weniger die Branchenthemen. Den Rechtsruck bewertet der AfW als „besorgniserregend“.

Das AfW-Vermittlerbarometer wurde mittels einer Online-Umfrage im Oktober und November 2023 durchgeführt, mit insgesamt 1.077 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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