Für Menschen, die nur wenig ansparen können, soll es höhere Zuschüsse geben als bisher geplant. Außerdem sollen auch Selbstständige eine Förderung erhalten können. Das teilten Finanzpolitiker beider
Fraktionen in Berlin mit.
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte einen ersten Reformentwurf vorgelegt, im Bundestag gab es daran noch einige Änderungen. So soll bei einem monatlichen Ansparbetrag bis zu 30 Euro eine Grundzulage von 50 Cent pro angespartem Euro gezahlt werden. Für höhere Sparbeträge bis 150 Euro sind 25 Cent Grundzulage vorgesehen. Schon ab einem monatlichen Sparbetrag von 25 Euro soll es den vollen Kinderzuschlag von 300 Euro pro Kind und Jahr geben.
Bereits am Donnerstag soll das Gesetz im Bundestag beschlossen werden. Ab Januar 2027 soll man die neuen Vorsorge-Verträge dann abschließen können. (dpa/AFX)
Dazu sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI: „Die Reform der privaten Altersvorsorge ist grundsätzlich zu begrüßen, weil sie Schluss macht mit dem Zwang zu Garantien und lebenslanger Verrentung. Das eröffnet den Sparern höhere Renditechancen. Deutschland hätte mit der Reform international den Anschluss schaffen können, wenn nicht der Staat im privaten Markt mitmischen würde. Das ist international völlig unüblich. Denn wenn die Verwaltung und der Vertrieb mit Steuergeldern quersubventioniert werden, ist ein fairer Wettbewerb mit privaten Angeboten nicht möglich. Weite Teile der deutschen Politik tun sich offensichtlich schwer mit der Marktwirtschaft.“












