Bußgelder vermeiden: Checkliste für Mopedfahrer zum Saisonstart am 1. März

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Was beim Saisonstart jetzt wichtig ist

Mit dem neuen Versicherungsjahr beginnt am 1. März die Mopedsaison. Wer jetzt startet, sollte Kennzeichen, Versicherungsschutz, Technik und Ausrüstung genau prüfen, so die LVM. Andernfalls drohen Bußgelder, Haftungsrisiken und unnötige Gefahren im Straßenverkehr.

Mit dem Beginn des neuen Versicherungsjahres am 1. März startet traditionell auch die Mopedsaison in Deutschland. Viele Fahrer holen ihr Fahrzeug jetzt aus dem „Winterschlaf“ und bereiten es auf die ersten Fahrten vor. Neben einem technischen Check spielt vor allem der Versicherungsschutz eine zentrale Rolle.

Denn ohne gültiges, farblich passendes Versicherungskennzeichen besteht kein Haftpflichtschutz. Für das Verkehrsjahr 2026/2027 ist ein schwarzes Kennzeichen erforderlich. Mit Ablauf des 28. Februar 2026 verliert das bisherige Kennzeichen seine Gültigkeit. Wer dennoch fährt, riskiert Bußgelder und im Schadenfall strafrechtliche Konsequenzen.

„Es kommt immer wieder vor, dass Moped-Fahrerinnen und Moped-Fahrer am 1. März und darüber hinaus mit Kennzeichen aus dem vorherigen Versicherungsjahr unterwegs sind – und auch der Absicherungsbedarf wird häufig unterschätzt”, sagt Svenja Bils, Fachspezialistin Verkaufsförderung bei der LVM Versicherung.


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Deckungssumme und Kaskoschutz prüfen

Neben dem formalen Kennzeichen ist die Ausgestaltung des Versicherungsschutzes entscheidend. Die gesetzliche Mindestdeckung reicht im Ernstfall nicht immer aus. Verursacht ein Mopedfahrer einen schweren Unfall mit Personen- oder hohen Sachschäden, können die Kosten schnell die Grunddeckung übersteigen.

Eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 100 Millionen Euro bietet deutlich mehr Sicherheit. Bils betont: „Damit sind auch schwere Personen und Sachschäden zuverlässig abgedeckt – der Mehrbeitrag ist oft gering, der Schutz im Ernstfall aber entscheidend.“

Für hochwertige oder ältere Modelle wie Vespa oder Schwalbe kann zudem eine Teilkaskoversicherung sinnvoll sein. Sie schützt unter anderem vor Diebstahl oder Schäden durch Unwetter.

Schutzkleidung und Fahrpraxis nicht unterschätzen

Gerade zu Saisonbeginn steigt das Unfallrisiko. Nach der Winterpause fehlt oft die Routine, insbesondere bei jungen Fahrerinnen und Fahrern. Geschwindigkeit, Bremsweg und Gefahren werden leichter unterschätzt.

Ein zentraler Sicherheitsfaktor ist die Schutzkleidung. Ein geprüfter Helm gilt als selbstverständlich, doch auch Jacken mit Protektoren, Motorradhandschuhe und festes Schuhwerk reduzieren das Verletzungsrisiko erheblich. Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern prüfen, ob Helm und Kleidung unbeschädigt sind und richtig sitzen. Nach einem Sturz sollte ein Helm ausgetauscht werden, selbst wenn äußerlich keine Schäden erkennbar sind.

Zusätzliche Sicherheit bieten freiwillige Fahrertrainings. Sie vermitteln praktisches Wissen zu Brems- und Ausweichmanövern sowie zum Kurvenfahren. Gerade zu Saisonbeginn, wenn Rollsplitt, Nässe oder Schlaglöcher auftreten können, hilft ein solches Training, Risiken besser einzuschätzen.

Technik-Check vor der ersten Fahrt

Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt sich ein gründlicher technischer Rundgang. Dabei sollten Bremsen, Beleuchtung und Blinker auf ihre Funktion geprüft werden. Ebenso wichtig sind Reifendruck und Reifenprofil, da sie maßgeblich für Fahrstabilität und Bremsweg sind.

Auch Batterie, Verkabelung und Elektrik verdienen Aufmerksamkeit. Nach längeren Standzeiten können hier Kontaktprobleme auftreten. Zusätzlich sollten Ölstand und gegebenenfalls weitere Betriebsflüssigkeiten kontrolliert werden, abhängig vom jeweiligen Modell.

Ein systematischer Check zu Saisonbeginn reduziert Pannenrisiken und erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich.

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