Die Drews-Kolumne: Der Takt unseres Lebens

Foto: Canada Life/Fotobonn
Markus Drews - CEO Canada Life Assurance Europe

2020 starben 338.000 Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Rund 1,7 Millionen Menschen werden jährlich wegen einer Herzerkrankung im Krankenhaus behandelt. In manchen Fällen kann leider auch Prävention nicht vor einer Erkrankung schützen. Eine Kolumne von Canada Life CEO Markus Drews.

Mein Abitur liegt nun 35 Jahre zurück. Vor zwei Wochen gab es ein Abi-Treffen. Nachdem sich das große Hallo gelegt hatte und man mit einzelnen Klassenkameraden ins Gespräch kam, berichtete mir ein Schulfreund davon, dass er letztes Jahr einen schweren Herzinfarkt erlitten hatte. Ich war geschockt: nicht nur zu Schulzeiten, sondern bis dato ein sehr fitter, drahtiger Kerl – nie geraucht, und ihn hatte es erwischt.

Oft spüren wir es gar nicht, aber unser Herz leistet enorm viel: mit 60 bis 80 Schlägen die Minute versorgt es unsere Organe mit Sauerstoff, und zwar 24 Stunden am Tag – ohne Pause. In dieser Zeit transportiert es ca. 7.000 Liter Blut durch unseren Körper. Im Lauf eines Lebens schlägt es gut Milliarden mal. Diese Fakten machen es ziemlich offensichtlich, warum das Thema Herzgesundheit so wichtig ist.

Im November stellt die Deutsche Herzstiftung mit den bundesweiten Herzwochen den Motor unseres Körpers in den Mittelpunkt und klärt über verschiedene Erkrankungen auf. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Thema Vorhofflimmern. Es ist die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung und kann zu Herzschwäche oder Schlaganfall führen. Auf den Seiten der Deutschen Herzstiftung finden Sie viele Information rund um dieses Thema.

Herzgesundheit rückt ins Bewusstsein

Insgesamt werden jährlich rund 1,7 Mio Menschen in Deutschland wegen einer Herzerkrankung im Krankenhaus behandelt. Dank jahrelanger Forschung gibt es heute viele Erkenntnisse rund um Früherkennung und Prävention. Und durch die moderne Medizin kann man Herzerkrankungen immer besser behandeln – die Sterberate ist hier seit Jahren rückläufig. Generell wird unsere Gesellschaft immer älter und auch das Bewusstsein für die eigene Gesundheit nimmt stetig zu. Überall gibt es Tipps für das richtige Training oder eine ausgewogene Ernährung. Und moderne Gadgets wie eine Smartwatch unterstützen dabei, die Gesundheit im Auge zu behalten und das eigene Training zu optimieren.

Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass die Menschen immer mehr für die Gesundheit tun. Und dennoch kann in manchen Fällen auch die Prävention nicht vor einer Erkrankung schützen. Ein Beispiel dafür ist Triathlet Elmar Sprink. Für die bundesweiten Herzwochen durften wir ihn vor kurzem kennenlernen und mehr über seine Geschichte erfahren. Elmar ist begeisterter Sportler. Bereits in seiner Jugend spielt er Fußball und mit Anfang 30 entdeckt er seine Leidenschaft für den Triathlon. Doch im Juli 2010 nimmt sein Leben plötzlich eine drastische Wendung, als er daheim auf dem Sofa einen Herzstillstand erleidet. Was folgt sind zahlreiche Untersuchungen und mehrere OPs, doch sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich immer weiter.

Im Juni 2012 bekommt er ein lebensrettendes Spenderherz und kann sich ab da langsam zurück ins Leben kämpfen. Sein großer Motivator: der Sport. Er beginnt mit Fahrradfahren, dann Joggen, dann kommt der erste größere Lauf, an dem er teilnimmt. Gut zwei Jahre nach der Transplantation geht ein Traum von ihm in Erfüllung. Er darf am Ironman auf Hawaii teilnehmen – einer der härtesten Wettkämpfe der Welt. Elmar Sprinks Geschichte ist beeindruckend und hat mich und viele meiner Kolleginnen und Kollegen tief bewegt. Es ist inspirierend, wie er einen solchen Schicksalsschlag gemeistert hat. Doch seine Geschichte zeigt eben auch: Es kann jeden treffen.

Deshalb möchten wir im Zuge der Herzwochen nicht nur auf das Risiko einer Herzkrankheit aufmerksam machen, wir wollen Menschen auch zeigen, wie sie für den Ernstfall richtig vorsorgen können. Denn neben der gesundheitlichen Prävention gibt es auch eine finanzielle. Die harte Realität ist leider: Krank sein kostet Geld. Während einer Behandlung können unerwartete und zusätzliche Kosten auf einen zukommen und in vielen Fällen muss man auch eine berufliche Auszeit finanziell überbrücken. Genau dafür gibt es die Dread Disease Absicherung, die mit einer Einmalzahlung im Leistungsfall eine finanzielle Soforthilfe leistet. So kann man sich ganz auf die Genesung konzentrieren und sein Leben trotz Krankheit selbstbestimmt gestalten. Auch hierzu ein Fakt: als Pionier in Sachen Dread Disease Versicherung sind wir seit über 20 Jahren in Deutschland aktiv und haben bereits mehr als 315 Millionen Euro an Leistungen an unsere Kunden ausgezahlt.

Wir möchten im November alle dazu aufrufen: Hören Sie auf ihr Herz – beschäftigen Sie sich mit dem Organ, das den Takt in Ihrem Leben vorgibt. Und dazu gehört eben auch, für den Ernstfall vorzusorgen.

Zum Autor: Markus Drews ist CEO von Canada Life Assurance Europe plc in Köln.

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