Längeres Leben ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern eine real existierende Herausforderung für Gesellschaft, Politik – und vor allem für die Finanzplanung. Wer heute über Altersvorsorge spricht, spricht zwangsläufig über Zeit. Und davon bekommen viele Menschen mehr, als sie finanziell eingeplant haben. Die Studie macht deutlich: Die steigende Lebenserwartung wird von vielen zwar wahrgenommen, aber selten konsequent in Vorsorgeentscheidungen übersetzt. Genau hier liegt das Risiko. Denn ein langes Leben ohne ausreichende finanzielle Ressourcen ist kein Gewinn, sondern eine Belastung – für den Einzelnen ebenso wie für die sozialen Sicherungssysteme. Gleichzeitig offenbart die Untersuchung eine gefährliche Schieflage zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Sicherheit, Flexibilität und Rendite sollen es bitte gleichzeitig sein, das eigene Vorsorgeverhalten bleibt jedoch oft unverändert. Für Berater und Vermittler ist das ein klarer Auftrag. Longevity darf nicht länger ein Randthema bleiben, sondern muss zum festen Bestandteil jeder ganzheitlichen Finanzberatung werden. Es geht um realistische Entnahmeszenarien, um Kapitalmarktteilhabe bis ins hohe Alter – und um die ehrliche Frage, wie lange das Vermögen tragen muss.
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