Globale Aktien: „Die nächsten 15 Jahre werden ganz anders“

Foto: Smarterpix/Alexmit
Quo vadis, globale Aktien?

Die Kapitalmärkte stehen vor einem strukturellen Wandel. Nach Einschätzung des Global Equity Teams von Amova AM unterscheiden sich die kommenden 15 Jahre grundlegend von der Phase seit der Finanzkrise. Für Anleger rücken damit neue Treiber, Risiken und Bewertungsfragen in den Fokus – mit Folgen für Strategie und Titelauswahl.

Die kommenden 15 Jahre werden sich von den letzten 15 unterscheiden, sagt das Global Equity Team von Amova AM voraus. Das bedeutet:

So tief wie nach der Finanzkrise werden die Realzinsen nicht fallen. Dafür müssen zu viele Haushaltsdefizite finanziert, geopolitische Handelskonflikte ausgefochten und Inflationsdruck durch energiehungrige KI ausgestanden werden.

Für KI-Infrastruktur wurde schon im letzten Jahr sehr viel ausgegeben. Hunderte Milliarden weiterer Investitionsausgaben werden die Gewinne in den Bereichen Technologie, Industrie und Versorger beflügeln.

An der Börse hat sich die Marktführerschaft eingeengt: Spekulative Wachstumswerte schossen in die Höhe, Qualitätsaktien erlitten ihre stärkste Underperformance seit zwei Jahrzehnten. Die niedrigen Bewertungen dieser Titel deutet auf eine Erholung hin, die für langfristige Anleger voller Chancen steckt. Mögliche Auslöser für eine solche Umkehr sind eine Ermüdung des KI-Themas, geopolitische Eskalationen, Handelsstörungen, Kreditstress und ein schwacher Arbeitsmarkt.

Um eigenständiges Alpha zu erzielen, muss man Gewinner finden, die von gesamtwirtschaftlichen Trends unberührt bleiben. Steigen die Realzinsen, sind unmittelbare Gewinne wichtiger als ferne Versprechungen.

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