Goldpreis unter Druck: Dreht sich der Markt nachhaltig?

Der Anstieg des Rohölpreises wird sich voraussichtlich in vier bis zwölf Wochen als Kostenschub in den europäischen und amerikanischen Importpreisen niederschlagen, was die Weltwirtschaft in eine Rezession kippen könnte.

Ein Anstieg der Inflation auf breiter Front erfordert jedoch eine Ausweitung der unterliegenden Geldmenge, die wir aktuell nicht haben. Im Gegenteil hat die Fed ihre Bilanz von neun auf unter sieben Billionen US-Dollar reduziert.

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Die Fed hat dem Markt in den letzten vier Jahren mehr als zwei Billionen US-Dollar Liquidität entzogen

Ohne frische Liquidität im System ist der Ölschock kein monetäres Inflationsereignis, sondern ein relativer Preisschock, der die Inflationserwartungen nicht dauerhaft erhöhen wird. Energie- und Rohölabhängige Produkte erfahren Preissteigerungen, doch der Konsument hat nicht mehr Geld in der Tasche. Er muss bei Luxusgütern, wie Restaurants, Automobilen, Kleidung, Elektronik und Reisen einsparen. Während die Headline-Inflation durch die Energiekomponente optisch hoch bleibt, wirkt im Kern ein deflationärer Impuls durch eine fallende Nachfrage nach allem, was nicht lebensnotwendig ist. Auch historisch haben Energieschocks nie zu einem permanenten Inflationsanstieg geführt.

Für Gold und insbesondere die zyklischen Industriemetalle Platin und Palladium, jedoch auch Silber, dessen Nachfrage zur Hälfte industrieller Natur ist, wäre dieses Szenario ein stark belastender Faktor und würde deren Preise weiter drücken.

Notenbanken mit dem Rücken an der Wand

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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